FWG will mehr Klarheit bei Abstimmungen im Stadtrat

Stadträtin Stefanie Auer und FWG-Fraktionsvorsitzender Siegfried Kapfer wollen mit einer Änderung der Geschäftsordnung für mehr Klarheit und Nachvollziehbarkeit bei Abstimmungen im Passauer Stadtrat sorgen.
Die FWG-Stadtratsfraktion beantragt eine Änderung der Geschäftsordnung des Passauer Stadtrates. Künftig soll vor jeder Abstimmung eindeutig feststehen, über welchen konkreten Wortlaut abgestimmt wird. Wurde ein Antrag während der Beratung geändert oder ergänzt, soll die endgültige Fassung nicht nur verlesen, sondern den Stadtratsmitgliedern zusätzlich schriftlich oder elektronisch sichtbar gemacht werden.
Hintergrund des Antrags sind auch Erfahrungen aus jüngeren Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse. Bei längeren Beratungen und Änderungen während der Debatte war der genaue Wortlaut, über den schließlich abgestimmt wurde, teilweise nur noch schwer nachzuvollziehen.
„Gerade die jüngsten Sitzungen haben gezeigt, dass der konkrete Wortlaut eines Antrags im Verlauf einer längeren Debatte auch einmal untergehen kann. Wer am Ende mit Ja oder Nein abstimmt, muss aber zweifelsfrei wissen, worüber entschieden wird. Eine sichtbare Darstellung der endgültigen Fassung ist dafür eine einfache und praktikable Lösung“, erklärt Stadträtin Stefanie Auer, die den Antrag für die FWG-Fraktion eingebracht hat.
Die konkrete technische Umsetzung soll bewusst offenbleiben. Denkbar sind beispielsweise eine Anzeige oder Projektion im Sitzungssaal oder erforderlichenfalls eine schriftliche Fassung.
FWG-Fraktionsvorsitzender Siegfried Kapfer ergänzt: „Wir wollen mit der Änderung eine klare und verlässliche Regel für alle schaffen. Das erhöht die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und hilft, Missverständnisse bei Abstimmungen von vornherein zu vermeiden.“
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