Stadtentwicklung
Unser Ziel ist ein Passau, das seine Tradition bewahrt, aber mutig nach vorne blickt. Eine Stadt, die ihren Bürgerinnen und Bürgern Lebensqualität, Raum für Begegnung und eine nachhaltige Perspektive bietet. Stadtentwicklung bedeutet für uns, Bestehendes zu stärken, Neues zu ermöglichen und dabei das Ganze im Blick zu behalten.
Passau im Herzen - für alle, die hier leben, wirken und ankommen.
Verbesserung der Aufenthaltsqualität:
Wir wollen öffentliche Räume schaffen, die zum Verweilen, Begegnen und Erleben einladen.
- Lebendige Orte: Fliegende Kioske, Grillstationen und Bewegungszonen sollen die Ortspitze, den Bschüttpark und die Innenstadt beleben – für mehr Miteinander und urbane Vielfalt.
- Verlagerung der Busparkplätze: Langfristig sollen Busparkplätze von der Donaulände in Richtung Güterbahnhof verlegt werden. Dadurch entsteht eine grüne Fläche direkt an der Donau.
- Moderne Mobilität: Durch eine Liberalisierung des Taximarktes und die Zulassung neuer Mobilitätsformate wie Uber oder Bolt wollen wir flexible, kundenorientierte Angebote schaffen.
- Begegnungsraum für alle Generationen: Ein eingezäunter Hundefreiraum z.B. kann nicht nur Tierhaltern, sondern auch Familien und Spaziergängern einen neuen Treffpunkt bieten.
Pragmatisches Schaffen von Wohnraum:
Stadtentwicklung braucht Wohnraum – aber intelligent gedacht.
- Aufstockung statt Flächenfraß: Bestehende Gebäude sollen durch zusätzliche Etagen neuen Wohn- und Geschäftsraum schaffen. So nutzen wir die vorhandene Infrastruktur effizient.
- Kreative Wohnformen ermöglichen: Innovative Formate wie Tiny Houses oder modulare Bauweisen sollen unbürokratisch genehmigt werden – als flexible Antwort auf den sich wandelnden Wohnungsmarkt.
Bestehende Infrastruktur instand halten:
Bevor Neues entsteht, müssen wir das Bestehende sichern.
- Fokus auf Daseinsvorsorge: Wir wollen finanzielle Mittel gezielt bündeln, um Wasser- und Abwasserleitungen zu erneuern und Rohrbrüchen vorzubeugen.
- Nachhaltige Prioritätensetzung: Erhalt vor Neubau – denn eine funktionierende Infrastruktur ist das Rückgrat einer lebenswerten Stadt.
Stärken und Schaffen von Wohnmobilstellplätzen:
Passau ist ein Tourismusmagnet – wir wollen, dass Besucher*innen bleiben.
- Neue Stellplätze: Am Inn, auf Höhe des Rudervereins, sollen Wohnmobilstellplätze mit moderner Ver- und Entsorgungsinfrastruktur entstehen.
- Digitale Willkommenskultur: Infopoints an den Stellplätzen informieren über Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote – Passau digital erlebbar gemacht.
Keine Seilbahn - Schrägaufzug zum Oberhaus:
Der Schrägaufzug auf der Rückseite des Georgsbergs ist ein Leuchtturmprojekt, das Passaus Altstadt mit dem Oberhausareal verbindet.
- Neue Erreichbarkeit: Die Einstiegstation soll am Bschütt entstehen – dort können Touristenbusse halten, während Besucher*innen durch den Radtunnel sicher und schnell zur Einstiegshaltestelle gelangen.
- Mehr Sichtbarkeit für das Oberhaus: Der Aufzug stärkt Tourismus, Kultur und Gastronomie – und macht das Oberhaus für alle zugänglich.
Reaktivierung freiwerdender Landesgebäude:
Leerstand ist eine Chance, kein Stillstand.
- Ehemalige JVA Theresienstraße: Nach dem Umzug nach Schalding wollen wir die Fläche kreativ nutzen – etwa für temporäre Kulturveranstaltungen, Ausstellungen oder immersive Erlebnisse.
Langfristig soll dort neuer Wohnraum entstehen – attraktiv, zentral, nachhaltig. - FOS/BOS-Neustrukturierung: Die Zusammenlegung der Schulen in Auerbach ermöglicht, das Gebäude in der Heiliggeistgasse für Wohnzwecke oder soziale Nutzung zu entwickeln – eine Win-Win-Situation für Bildung und Stadtentwicklung.
Kultur & Bildung
Kultur und Bildung sind das Herz einer lebendigen Stadt. Sie stiften Identität, fördern Zusammenhalt und eröffnen Perspektiven – für Jung und Alt, für Einheimische wie Gäste. Passau lebt von seiner kulturellen Vielfalt, seinen engagierten Vereinen und seiner europäischen Prägung. Dieses Potenzial wollen wir sichern und weiterentwickeln.
Passau im Herzen - eine Stadt, die bildet, verbindet und inspiriert.
Erhalt und Stärkung der kulturellen Vielfalt:
Passau verfügt über ein breites, lebendiges Kulturangebot – dieses gilt es zu bewahren und für alle zugänglich zu machen.
- Kultur für alle: Wir stehen weiterhin zur verlässlichen Unterstützung der zahlreichen Vereine mit kulturellem Angebot.
- Kinder- und Jugendkultur fördern: Altersgerechte Angebote für Kinder sollen ausgebaut, Jugendkultur gezielt gestärkt werden – etwa durch Unterstützung und Förderung von Festivals, Kleinkunstbühnen und offenen Formaten, sowie der Sicherung von Jugendzentren in den Stadtteilen.
- Kultureller Entwicklungsplan: Die Zielsetzungen des bestehenden kulturellen Entwicklungsplans sollen konsequent und kontinuierlichberücksichtigt und weitergeführt werden.
- Open Stage & Musikförderung: Eine offene Bühne, etwa im Klostergarten, sowie die Stärkung des Musikfördervereins nach dem Modell der Tabakfabrik schaffen Raum für Nachwuchskünstler*innen.
- Kleinzellige Kulturformate: Kleine, flexible Kulturangebote in Off-Spaces und Kleinkunstbühnen sollen gezielt gefördert werden.
- Städtepartnerschaften beleben: Der Erhalt und die aktive Förderung unserer Städtepartnerschaften sind ein wichtiger Baustein kultureller Verständigung und europäischer Identität.
Programme für Teilhabe und Perspektiven:
Kultur und Bildung müssen alle erreichen.
- Inklusion leben: Menschen mit Handicap sollen selbstverständlich vor und auf der Bühne eingebunden werden – barrierefrei, sichtbar und wertschätzend.
- Jugendliche ohne berufliche Perspektive: Kulturelle Projekte können Brücken bauen – als niederschwelliger Zugang zu Bildung, Orientierung und sozialer Teilhabe.
- Bürger beteiligen: Eine mediale Mitmachkampagne („Was wünschst du dir von deiner Stadt?“) in Zusammenarbeit mit regionalen Medien schafft Sichtbarkeit für die Anliegen aller Passauerinnen und Passauer.
Stadtteilkultur und Traditionen stärken:
Kultur lebt in den Quartieren.
- Stadtteilkultur fördern: Dezentrale Angebote bringen Kultur direkt zu den Menschen.
- Traditionen bewahren: Der Erhalt traditioneller Feste wie Mai-, Herbst- und Alte Dult ist Teil der kulturellen Identität Passaus.
Kultur im öffentlichen Raum erlebbar machen:
Die Stadt selbst wird zur Bühne.
- Straßenkunstfestival: Formate wie Straßenfeste, Street Parades oder traditionelle Veranstaltungen sollen ausgebaut und Vereine dabei aktiv unterstützt werden.
- Historische Stadtführungen neu gedacht: Führungen werden ergänzt durch innovative Formate
- Historische Fischerfähre: Eine Fährverbindung, insbesondere für Radfahrer, schafft nicht nur ein kulturelles Erlebnis, sondern auch eine sichere Alternative zum Georgsbergtunnel.
Neue kulturelle Räume denken und schaffen:
Kultur braucht sichtbare Orte – auch jenseits klassischer Bühnen.
- Donau- und Innstrand: Temporäre Stadtstrände nach dem Vorbild von Regensburg oder Nürnberg schaffen niederschwellige Aufenthalts- und Kulturorte am Wasser.
- Kulturinsel im Fluss: Nach Vorbildern wie der Murinsel in Graz prüfen wir die Entwicklung von Fluss- oder Kulturinseln als architektonisches und kulturelles Highlight.
Jugend
Jugendpolitik ist Zukunftspolitik. Eine Stadt, die jungen Menschen Raum gibt, ihnen zuhört und Verantwortung zutraut, investiert nachhaltig in ihre eigene Entwicklung. Passau soll eine Stadt sein, in der Jugendliche sich willkommen fühlen, mitgestalten können und Perspektiven finden.
Passau im Herzen - eine Stadt, die ihrer Jugend Raum gibt.
Frei zugängliche Sport- und Freizeitflächen ausbauen:
Öffentliche Räume sind zentrale Orte jugendlichen Lebens.
- Mehr Freiräume für alle: Allgemein und frei zugängliche Sport- und Freizeitflächen sollen weiter ausgebaut werden. Erste Schritte sind bereits gemacht – nun gilt es, diese konsequent fortzuführen.
- Klare und praktikable Regeln: Verbesserte Nutzungsregelungen, etwa zu Öffnungs- und Schließzeiten, schaffen Verlässlichkeit für alle Beteiligten.
- Verantwortung teilen: Durch Platzwarte sowie die Einbindung von Vereinsverantwortlichen sorgen wir für Ordnung ohne Überregulierung.
- Plätze zum Chillen und Grillen: Es braucht ausgewiesene Orte, an denen Jugendliche sich zwanglos treffen, entspannen und auch einmal grillen können – ohne Konflikte mit Anwohnern oder Behörden.
- Erhalt der Schulschwimmbäder: Die städtischen Schulschwimmbäder in Neustift und Grubweg sollen erhalten und instandgesetzt werden.
Selbstverwaltete Jugendräume ermöglichen:
Jugend braucht Vertrauen und Eigenverantwortung.
- Räume ohne Vereinszwang: In Zusammenarbeit mit Jugendamt und Stadtjugendring wollen wir Räumlichkeiten schaffen, die von Jugendlichen eigenverantwortlich betrieben werden – offen, niedrigschwellig und ohne feste Verbandsbindung.
- Jugendtreffs in den Stadtteilen stärken: Bestehende Jugendtreffs sollen weiter gefördert und ausgebaut werden, um wohnortnahe Angebote zu sichern.
- Haus der Generationen öffnen: Dieses soll stärker auch für junge Menschen nutzbar gemacht werden – als Ort des Austauschs zwischen den Generationen.
Spiel-, Sport- und Aufenthaltsorte zeitgemäß gestalten:
Gute Infrastruktur bedeutet Lebensqualität.
- Moderne Spiel- und Jugendplätze: Diese sollen als Orte der Begegnung weiterentwickelt werden – generationengerecht, sicher und attraktiv.
- Hitzeschutz auf Spielplätzen: Sonnensegel, Beschattung und Trinkwasserspender werden Teil eines umfassenden Hitzeschutzkonzepts.
- Rauchverbot konsequent umsetzen: Auf Kinderspielplätzen braucht es verstärkte Hinweise und Kontrollen zum Schutz der Jüngsten.
Digitale Angebote für junge Menschen bündeln:
Information muss dort stattfinden, wo Jugendliche sind – digital.
- Passauer-Jugend-Portal: Eine zentrale Plattform bündelt Veranstaltungen, Angebote und Initiativen für Jugendliche und junge Erwachsene.
- Digitale Beteiligung: Eine Online-„Jugend-Bürger-Sprechstunde“ bietet jungen Menschen einen direkten, zeitgemäßen Zugang zur Kommunalpolitik.
Mitbestimmung ernst nehmen – Jugend einbinden:
Jugendliche wollen nicht nur gehört, sondern beteiligt werden.
- Jugendrat reaktivieren: Die Wiederbelebung eines Jugendrats darf nicht aufgeschoben werden.
- Parteineutrales Jugendparlament: Wir setzen uns für die Schaffung eines Jugendparlaments ein, das echte Mitgestaltung ermöglicht.
- Rede- und Vorstellungsrecht in relevanten Stadtratsausschüssen (z. B. Kultur, Jugendhilfe)
- Enge Zusammenarbeit mit Passauer Schulen
- Faire und ausgewogene Stimmenverteilung
- Eigenes Budget zur selbstständigen Projektarbeit
Umwelt
Umwelt- und Klimaschutz brauchen mehr als plakative Überschriften. Entscheidend sind konsequentes Handeln, langfristige Planung und viele konkrete Maßnahmen, die in Summe Wirkung entfalten. Für Passau setzen wir auf Realismus, Verlässlichkeit und kontinuierlichen Fortschritt.
Passau im Herzen - eine Stadt, die Verantwortung übernimmt.
Klimaschutz konsequent weiterführen:
Klimaschutz ist eine Daueraufgabe.
- Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts: Das bestehende Klimaschutzkonzept soll konsequent weitergeführt und regelmäßig angepasst werden. Viele kleine Schritte tragen gemeinsam zum Erfolg bei.
- Verlässliche Finanzierung: Wir setzen uns dafür ein, im städtischen Haushalt dauerhaft mindestens 500.000 Euro jährlich explizit für Maßnahmen des Klimaschutzes bereitzustellen. Planungssicherheit ist Voraussetzung für wirksames Handeln.
Verkehr als zentraler Hebel im Umweltschutz:
Der tägliche Pendelverkehr ist die größte Emissionsquelle in Passau.
- Umdenken im Individualverkehr: Mit rund 27.000 Ein- und Auspendlern pro Tag liegt hier das größte Einsparpotenzial. Ziel ist ein schrittweiser Wandel hin zu umweltfreundlicheren Mobilitätsformen.
- Car-Sharing ausbauen: Das bestehende Angebot soll weiterentwickelt und aktiv unterstützt werden.
- E-Mobilität stärken: Der Ausbau von E-Ladeinfrastruktur, die Erweiterung von E-Parkplätzen (z. B. unter der Schanzelbrücke) und zusätzliche Ladestationen für E-Bikes soll vorangetrieben werden
- ÖPNV elektrifizieren: Die langfristige Umstellung der Stadtwerke-Busflotte auf elektrische Antriebe bleibt ein Ziel – realistisch nur mit Unterstützung von Bund und Land.
Erneuerbare Energien pragmatisch fördern:
Klimaschutz braucht sichtbare Lösungen.
- Photovoltaik ausbauen: PV-Anlagen sollen überall dort ergänzt werden, wo es technisch und wirtschaftlich möglich ist.
- Innovative Lösungen ermöglichen: Ein Sonderprogramm für Photovoltaik-Dachziegel soll geprüft werden.
- Abwägung Denkmalschutz vs. Klimaschutz: Wo sinnvoll, muss Klimaschutz in der Abwägung auch einmal Vorrang erhalten.
Naherholung schützen und ausbauen:
Naturräume sind Lebensräume.
- Naherholungsgebiete sichern: Schutz und Erhalt der sensiblen Landschaftsräume z.B. entlang der Ilz haben höchste Priorität.
- Stadtparks pflegen: Bestehende Parks sollen erhalten, gepflegt und weiterentwickelt werden.
- Mehr Grün in der Stadt: Bäume, Grünflächen und Wasserangebote sind natürliche Klimaanlagen für die Stadt.
- Erhalt und wenn möglich Ausweitung grüner Flächen in der Innenstadt und den Stadtteilen
- Begrünung von Dächern und Fassaden, wo technisch möglich
- Klosterwiese schützen: Keine Bebauung – Beschattung ist jedoch denkbar.
Verkehr
Mobilität ist eine der zentralen Zukunftsfragen für Passau. Unser Ansatz setzt auf Vernunft, Sicherheit und Machbarkeit: Wir wollen den Verkehr flüssig halten, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden erhöhen und umweltfreundliche Alternativen stärken – ohne teure Prestigeprojekte.
Passau im Herzen - eine Stadt, die Mobilität verantwortungsvoll gestaltet.
Bestehendes Straßennetz stärken statt neu bauen:
Wir setzen auf Optimierung statt Expansion.
- Erhalt der Leistungsfähigkeit: Das bestehende Straßennetz soll durch punktuelle Maßnahmen verbessert werden – z.B. durch den weiteren Ausbau von Kreisverkehren.
- Intelligente Ampelschaltungen: Ampelanlagen sollen besser an reale Verkehrsströme angepasst werden – auch nachts und an Wochenenden.
Öffentlichen Nahverkehr weiterdenken:
Ein leistungsfähiger ÖPNV endet nicht an der Stadtgrenze.
- Regionale Zusammenarbeit stärken: Die Einbindung der Landkreise Passau, Rottal/Inn sowie Freyung-Grafenau soll konsequent vorangetrieben werden.
- Nächtliche Mobilität sichern: Flexible ÖPNV-Angebote sollen auch nachts verstärkt angeboten werden.
Pendlerverkehr reduzieren – Stadt und Land gemeinsam:
Täglich pendeln rund 27.000 Menschen nach Passau. Hier liegt großes Entlastungspotenzial.
- Park & Ride im Umland: Park-&-Ride-Angebote sollen nicht erst an der Stadtgrenze, sondern bereits in den angrenzenden Gemeinden wie Erlau, Salzweg oder Straßkirchen entstehen.
- Kooperation statt Alleingang: Diese Maßnahmen sollen in enger Abstimmung mit den Umland-gemeinden umgesetzt werden – Stadt und Land Hand in Hand.
Fuß- und Radverkehr sicher und gleichberechtigt:
Gleichberechtigung bedeutet Sicherheit für alle.
- Radverkehrskonzept umsetzen: Das bestehende Konzept soll weiter abgearbeitet werden.
- Mehr Raum – aber mit Augenmaß: Fußgänger und Radfahrer benötigen mehr Verkehrsraum, jedoch nicht auf Kosten der allgemeinen Verkehrssicherheit.
- Beleuchtung ausbauen: Eine bessere Beleuchtung von Gehwegen erhöht das Sicherheitsgefühl.
Sichere Querungen und Unterführungen:
Infrastruktur muss für alle funktionieren.
- Unterführung Breslauer Straße / Neuburger Straße: Diese soll erhalten und barrierefrei gestaltet werden.
- Unterführung am Schanzl: Eine Neugestaltung mit Videoüberwachung und/oder Spiegeln soll das Sicherheitsgefühl deutlich verbessern.
- Verkehrsberuhigung: , z.B. in der Alten Poststraße, erhöhen die Sicherheit für Fußgänger.
Verkehrspolitische Klarheit:
Umwelt braucht klare Entscheidungen.
- Ablehnung der Nordtangente: Wir lehnen die Nordtangente weiterhin ab.
- Stattdessen gezielt ertüchtigen: Wo notwendig, sollen relevante Zubringerstraßen zum Autobahn-anschluss Aicha vorm Wald verbessert werden.
- LKW-Durchfahrverbot am Anger: Wir stehen weiterhin zur Forderung eines LKW-Durchfahrverbots – Liefer- und Zubringerdienste bleiben ausgenommen.
Alternative Verkehrsmittel sinnvoll ergänzen:
Passau ist eine Stadt der Flüsse.
- Wassertaxi und Fähren: Städtisch betriebene Angebote wurden abgelehnt – wir setzen daher auf private Anbieter nach dem Modell einer Taxilizenz. Die Stadt schafft die hierfür notwendige Infrastruktur.
- Mehrwert für Alltag und Tourismus: Fährverbindungen zwischen Innstadt und Altstadt bieten Vorteile für Fußgänger, Radfahrer und den Tourismus.
Wirtschaft
Eine starke Wirtschaft ist die Grundlage für Arbeitsplätze, Lebensqualität und Handlungsfähigkeit. Passau soll ein verlässlicher, kompetenter und fairer Partner für Unternehmen, Investoren und Beschäftigte sein.
Passau im Herzen - eine Stadt, die wirtschaftlich stark und sozial verantwortlich handelt.
Arbeitsplätze sichern und neu schaffen:
Arbeitsplätze sind der Maßstab erfolgreicher Wirtschaftspolitik.
- Aktive Wirtschaftsförderung: Die Stadt soll Investoren, Unternehmen und Betriebe verstärkt begleiten – von der Ansiedlung bis zur Bestandssicherung.
- Enge Zusammenarbeit: Durch persönliche Betreuung und kurze Wege schaffen wir Vertrauen.
- Bestandsunternehmen stärken: Auch die Unterstützung bestehender Betriebe soll im Fokus stehen.
Unternehmen ansiedeln – Infrastruktur bereitstellen:
Ein attraktiver Standort braucht passende Rahmenbedingungen.
- Bedarfsgerechte Infrastruktur: Wir setzen uns für wirtschaftsnahe, leistungsfähige Infrastruktur ein – von Verkehrsanbindung bis Digitalisierung.
- Gewerbeflächen sichern: Wo möglich und bezahlbar, soll die Stadt Gewerbeflächen erwerben, um handlungsfähig zu bleiben.
- Kosten im Blick behalten: Gebühren, Abgaben und Steuern sollen auch künftig auf dem aktuellen Niveau gehalten werden, um Passau wettbewerbsfähig zu halten.
Passau als Tagungs- und Kongressstadt etablieren:
Wirtschaft lebt von Begegnung.
- Veranstaltungsstandort stärken: Passau soll sich gezielt zu einer Tagungs-, Kongress- und Messestadt entwickeln.
- Ganzjahreswirtschaft: Kongresse und Fachveranstaltungen stärken Hotellerie, Gastronomie und Handel auch außerhalb der Tourismussaison.
Wirtschaft, Kultur, Bildung und Sport vernetzen:
Synergien gezielt nutzen.
- Bessere Verzahnung: Wirtschaft, Kultur, Bildung und Sport sollen stärker zusammenarbeiten – etwa bei Veranstaltungen, Sponsoring und Standortmarketing oder beim Ausbau eines Technologiecampus.
- Städtepartnerschaften einbinden: Internationale Kontakte bieten wirtschaftliche Chancen und sollen aktiver genutzt werden.
Digitalisierung vorantreiben – niemanden zurücklassen:
Moderne Verwaltung ist ein Standortvorteil.
- Digitale Behörden ausbauen: Das digitale Serviceangebot der Stadt soll weiterentwickelt werden – einfach, verständlich und effizient.
- Analog bleibt wichtig: Analoge Angebote dürfen nicht vernachlässigt werden – etwa Stadtpläne im Tourismus oder persönliche Beratung für Seniorinnen und Senioren.
- Bürokratie abbauen: Wir setzen uns für einen konsequenten Bürokratieabbau auf allen Ebenen ein – schneller, transparenter, praxisnah.
Öffentliche Daseinsvorsorge sichern:
Wirtschaftlichkeit darf nicht alles bestimmen.
- Keine Privatisierung des PEB und der Stadtwerke.
- Keine Privatisierung des Klinikums.
Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor – aber nicht um jeden Preis:
- Vom Tages- zum Mehrtagesgast: Durch attraktive Aufenthaltspakete mit Museums-, Konzert- und Theaterbesuchen wollen wir Gäste länger in der Stadt halten.
- Qualität statt Masse: Der Fokus liegt auf nachhaltigem, hochwertigem Tourismus – nicht ausschließlich auf Schiffstouristen.
Wohnen
Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Es ist Lebensqualität, Sicherheit und Heimat. Passau soll eine Stadt bleiben, in der Menschen aller Generationen ein bezahlbares Zuhause finden – in der Altstadt, im Zentrum und in den Stadtteilen.
Passau im Herzen - eine Stadt, in der Wohnen Zukunft hat.
Mehr Wohnraum schaffen – ohne neue Flächen zu versiegeln:
Wachstum braucht Maß.
- Bauen in die Höhe statt in die Fläche: Wir setzen konsequent auf Aufstockung bestehender Gebäude, um neuen Wohn- und Arbeitsraum zu schaffen.
- Mischnutzung fördern: Wer Gewerbe baut, soll künftig auch Platz für Wohnungen oder Büros darüber schaffen. So entsteht Wohnraum dort, wo er gebraucht wird – mitten in der Stadt.
- Moderne Baurechte nutzen: Fläche soll genutzt und nicht blockiert werden. Wir setzen uns für ein zeitgemäßes, flexibles Baurecht ein.
- Außenbereiche nutzbar machen: Balkone, Dachterrassen, Höfe und gemeinschaftliche Freiflächen sollen stärker in die Wohnplanung einbezogen werden.
Bezahlbares Wohnen für alle Generationen:
Passau lebt von seiner Vielfalt.
- Wohnraum für alle Lebensphasen: Bezahlbarer Wohnraum für junge Familien, Auszubildende, Studierende, Seniorinnen und Senioren, für alle Menschen, die unsere Stadt lebendig halten.
- Stadtweit denken: Ob Altstadt, Zentrum oder Stadtteile – Wohnen darf kein Luxus werden.
- Soziale Durchmischung fördern: Unterschiedliche Wohnformen in einem Quartier stärken Zusammenhalt und Lebensqualität.
Infrastruktur als Grundlage guten Wohnens:
Gutes Wohnen braucht gute Rahmenbedingungen.
- Starke Stadtteile: Jeder Stadtteil braucht eine verlässliche Infrastruktur – gute Wege, gute Anbindung, gute Versorgung.
- Kurze Wege: Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit sollen sinnvoll miteinander verknüpft sein.
- Passau als Stadt der kurzen Distanzen: Für ein Stadtleben, das überall gut funktioniert.
Barrierefreiheit konsequent umsetzen:
Selbstbestimmt wohnen – ein Leben lang.
- Barrierefreiheit hat Vorrang: Bei Neubauten für Seniorinnen und Senioren sowie für Menschen mit Handicap sind Aufzüge und alltagstaugliche Grundrisse verpflichtend mitzudenken.
- Denkmalschutz mit Augenmaß: Der Schutz historischer Bausubstanz darf nicht zum Hindernis für barrierefreies Wohnen werden.
Bestehende Gebäude nutzen und umwandeln:
Nachhaltigkeit beginnt im Bestand.
- Leerstand aktivieren: Aufgelassene oder nicht mehr genutzte Gebäude sollen in erschwinglichen Wohnraum umgewandelt werden.
- Revitalisierung vor Neubau: Bestehende Strukturen zu nutzen ist ökologisch sinnvoll und städtebaulich wertvoll.
Neue Wohnformen ermöglichen:
Gemeinschaft stärkt.
- Vielfalt zulassen: Mehrgenerationenhäuser, gemeinschaftliche Wohnprojekte und neue Wohnmodelle sollen aktiv unterstützt werden.
- Zusammenhalt statt Einsamkeit: Neue Wohnformen schaffen soziale Nähe und gegenseitige Unterstützung.
- Innovation fördern: Passau soll offen sein für neue Ideen des Zusammenlebens

