FWG beantragt besseren Hitzeschutz im Klinikum Passau - Besonders vulnerable Patientinnen und Patienten stärker in den Blick nehmen

Die FWG-Stadtratsfraktion setzt sich für eine bessere Vorbereitung des Klinikums aufzunehmende Hitzeereignisse ein. V.l.n.r.: Siegfried Kapfer, Erika Träger und Stefanie Auer vor dem Klinikum Passau.
Passau. Die FWG-Stadtratsfraktion setzt sich für eine Weiterentwicklung des Hitzeschutzes im Klinikum Passau ein. Das Klinikum verfügt bereits über ein Hitzeschutzkonzept. Wie die zurückliegenden Hitzeperioden gezeigt haben, reicht das in der Praxis aber noch nicht überall aus: Patientinnen und Patienten kamen teils bei rund 27 °C Außentemperatur ins Klinikum und mussten dort in Zimmern mit bis zu 32 °C ausharren. Mit einem Antrag im Werkausschuss soll deshalb geprüft werden, wie das bestehende Konzept anhand dieser Erfahrungen gezielt nachgeschärft werden kann. Bereits im Jahr 2023 wurde auf Initiative der heutigen FWG-Stadträtin Stefanie Auer ein kommunaler Hitzeaktionsplan beschlossen. Nun möchte die FWG dieses Thema für einen besonders sensiblen Bereich weiterentwickeln, auch orientiert an dem inzwischen vorliegenden Musterhitzeschutzplan für Krankenhäuser des Bundesgesundheitsministeriums.
Stefanie Auer sagt: „Ein Konzept auf dem Papier reicht nicht, wenn Zimmer im Ernstfall wärmer sind als draußen. Gerade im Klinikum tragen wir eine besondere Verantwortung für ältere, schwer erkrankte und pflegebedürftige Menschen. Deshalb wollen wir jetzt genau hinschauen, wo das bestehende Konzept in der Praxis noch nicht greift.“
Der Antrag fordert bewusst keine pauschalen Großinvestitionen. Vielmehr soll die Werkleitung ein realistisches Maßnahmenkonzept erarbeiten, das kurzfristig umsetzbare Verbesserungen ebenso umfasst wie langfristige bauliche Lösungen und mögliche Förderprogramme, etwa über das Kompetenzzentrum Hitzemanagement beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.
Fraktionsvorsitzender Siegfried Kapfer betont: „Uns ist bewusst, dass sich das Klinikum in einer wirtschaftlich schwierigen Lage befindet. Gerade deshalb braucht es eine Priorisierung der Maßnahmen. Gesundheitsschutz und wirtschaftliche Verantwortung müssen gemeinsam gedacht werden.“
Ein besonderer Schwerpunkt des FWG-Antrags liegt auf dem Schutz besonders hitzegefährdeter Patientinnen und Patienten. Geprüft werden soll unter anderem, wie übereinzelne Räume und die Intensivstation geeignete kühlbare Patientenzimmer oder weitere Kühlbereiche künftig geschaffen beziehungsweise vorgehalten werden können.
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Erika Träger ergänzt: „Hitzeschutz ist keine Frage des Komforts, sondern Teil einer guten und verantwortungsvollen Patientenversorgung. Unser Ziel ist es, praktikable und finanzierbare Lösungen aufzuzeigen, die den Menschen im Klinikum unmittelbar zugutekommen.“
Die FWG betont, dass ihr Antrag bewusst auf eine schrittweise und wirtschaftlich tragfähige Weiterentwicklung des Hitzeschutzes setzt. Angesichts zunehmender Hitzeperioden sei es wichtig, bereits heute die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen.
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