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Wohnbauentwicklung/ Landschaftsplan in Hacklberg

Wohnbau- und Landschaftsentwicklung in Hacklberg

Wenn der Bund Naturschutz in der Flächennutzungsplanänderung mit integriertem Landschaftsplan in Hacklberg

  • „ein völlig überzogenes Maß der Bebauung“ erkennt,

  • „die vorgesehenen Grünzüge in der Landschaft als eine Art von Gucklöchern in der Landschaft und als kümmerliche Reste eines ehemals freien Blicks in die Landschaft“ bezeichnet,

  • „gigantische Schäden an der Natur und am Landschafts- und Ortsbild“ feststellt,

  • “die Ausgleichsmaßnahmen als reine Alibi-Veranstaltungen mit zum Teil absurden Charakter“ bezeichnet,

  • und wenn Stadtratskollege Paul Kastner, dessen Einsatz für die Natur ich hoch schätze, von „skandalöser Natur- und Landschaftszerstörung“ spricht,

dann verwerfe ich diese Einwände trotz ihrer dramatisierenden Wortwahl nicht einfach als Ökospinnerei, sondern frage mich ernsthaft, ob ich mit meinem Ja zur Flächennutzungsplanänderung wirklich richtig liege.

Wir Menschen verursachen zur Zeit das schnellste Arten- Massensterben, das unser Planet je gesehen hat. Jeden Tag sterben pro Tag 30 bis 130 Arten aus durch Mais-, Weizen-,und Soja Monokulturen, durch Chemisierung der Landwirtschaft und Klimawandel. Der Artenreichtum – so lese ich – ist auf mindestens 58% der Landfläche auf unter 90% des ursprünglichen Wertes gefallen. Es droht der beängstigender Zustand, dass irgendwann Pflanzen nicht mehr bestäubt werden.

Reihen wir uns also mit unserer Planung zwischen Wimhof und Ries in die Zerstörung der Biodiversität ein?

Nein! Denn Wohngebiete sind nicht von vorneherein biodiversitätsfeindlich. Sie stellen einen Lebensraum dar, der einem mit Gülle und Pestiziden belasteten, Boden-verdichteten Maisacker bei weitem an Biodiversität überlegen ist. Genau einen solchen Maisacker wird aber das Wohnungsgebiet Sturmsölden ersetzen.

Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Flächennutzungsplan mit seinen Grünzügen und verbindenden Grünkorridoren und Ausgleichsmaßnahmen, nicht nur den Wohnbedarf decken helfen, sondern sogar der Natur etwas Gutes tun.

Denn Wohngebiete statt Maisacker verbessern die Biodiversität. Und der Flächennutzungsplan sichert überhaupt erst einmal die Grünzüge und sorgt für eine verträgliche Einpassung der Wohngebiete in die Landschaft.

 

Klaus Schürzinger, 18.07.2016