Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

Seiteninhalt

Holztransport auf der Ilztalbahn

Chronik der Erwartungen und der bisher vergeblichen Versuche der Einführung von Gütertransport auf der Ilztalbahn (ITB)

PNP, Lokalteil Freyung, 24.03.2006

"Auch für den Güterverkehr soll laut Konzept die Trasse erneut genutzt werden: "Bedarf haben Bundeswehr, Zahnradfabrik und auch Holz kann wieder auf der Schiene verladen werden," betonte Liebl."

Ilztalbahn GmbH (ITB): Finanzierungskonzept für die Reaktivierung der Bahnstrecke Passau - Waldkirchen - Freyung, 28.02.2007:

Annahmen Güterverkehr: 80 Züge im Jahr auf der Strecke Passau - Waldkirchen, 50 Züge weiter bis Freyung

PNP, 21.03.2007:

Prof. Dr. Thomas Schempf verneint eine finanzielle Inanspruchnahme der Stadt Passau für den Betrieb der ITB und verweist in diesem Zusammenhang auf den "Betrieb der ITB durch Güterverkehrseinnahmen".

Jan. 2007:

Laut Sachausschuss Umwelt der Diözese Passau "könnten jährlich 7.000 LKW-Fuhren Holz auf der Straße durch die Bahn substituiert werden."

PNP, Leserbrief, 28.03.2007:

Gunther Willeitner, vom Sachausschuss Umwelt der Diözese Passau, präzisiert: "Man könnte auf den Schienen auch jährlich 45 000 Tonnen Rohguss direkt in das Werk Patriching der ZF befördern. Das würde uns ca. 4 000 schwere Lkw pro Jahr ersparen. Und man könnte allein vom Staatsforstbetrieb Neureichenau 30 000 Festmeter Holz (entspricht ca, 100 Lkw) pro Jahr auf der Schiene aus dem Bayerischen Wald holen."

PNP, 15.09.2011:

Prof. Dr. Thomas Schempf: Außerdem erfordern Holzwaggons höhere Achslasten, „deshalb müssen vorher zwischen Waldkirchen und Passau erst noch zwei Brücken entsprechend ertüchtigt werden.“ Also: „Da wird wohl was kommen, aber das müssen wir erst regeln.“

PNP, 04.11.2015:

"In einem früheren PNP-Interview zeigte sich ITB-Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Schempf zuversichtlich, "noch im Jahre 2014" Güterverkehr auf die ITB-Strecke zu bringen. Daraus ist bislang nichts geworden." "Das Zeitfenster (für einen Holztransport!) stellte sich als zu eng heraus", erklärte der Geschäftsführer. Demnach hätte es für das Eisenbahnverkehrsunternehmen nur acht Stunden Zeit gegeben, um einen in Passau abgestellten leeren Zug nach Waldkirchen zu bringen, dort mit Holz zu beladen und diesen dann wieder zurück nach Passau zu fahren, um ihn dort weiter zu fahren oder das Holz erneut auf Lkw zu verladen. "Das hätten wir nicht geschafft - schon alleine wegen der Bergstrecke. Da hätten die Passauer Lokomotiven nicht ausgereicht, um die zwölf Waggons zu ziehen, und wir hätten aufteilen und zweimal hin und zweimal zurück fahren müssen. Das wäre alles in acht Stunden nicht machbar gewesen. Allerdings liege der Fokus ohnehin auf dem Regelverkehr mit Stundentakt, "und dann wäre die Strecke ohnehin voll belegt und Güterverkehr nicht möglich", so Schempf.

22/23. 11.2014:

Prof. Dr. Johannes Klühspies, Technische Hochschule Deggendorf: "Dazu sei beispielsweise ein neues Buskonzept mit der Vorgabe „Zubringerverkehr zur Bahn“ nötig. … Der Gütertransport müsse hinzukommen.

PNP, 30.07,2016

Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger (Grüne): "Hier wird nicht nur ein anhaltend intensives, ehrliches Engagement hunderter regionaler Ehrenamtlicher düpiert, sondern vorauseilend die Axt an den zukünftigen, die überlasteten Bundesstraßen schonenden Güterverkehr sowie ein eventuelle Reaktivierung der Linie München-Prag gelegt."

PNP, 05.10.2017:

Prof. Dr. Thomas Schempf: Logistische Probleme vereiteln Pläne, Holz aus dem Böhmerwald vom Bahnhof Waldkirchen aus auf Güterwaggons zu transportieren. Zudem gibt es ein Zeitproblem: das Zeitfenster, in dem die vorhandenen Waggons für den Holztransport verfügbar sind, ist zu klein. Durch die Steigungen auf der Ilztal-Strecke dauert die Fahrt der schwer beladenen Waggons länger als die Waggons verfügbar sind. Auch das Verladen am Bahnhof Waldkirchen muss minutiös geplant und durchgeführt werden, das ist aber laut Schempf momentan nicht zu realisieren. Außerdem braucht man für den Transport eine größere, leistungsfähigere Güterlokomotive. Es rentiert sich aber finanziell keine Stationierung einer Güterlok in Passau.

Dennoch bleibt Schempf optimistisch: "Wir sind dran, das zu ändern. Der Güterverkehr ist nach wie vor geplant."Wir wollen den Güterverkehr auf jeden Fall realisieren, wann etwas in welcher Form vorwärts geht, kann ich aber momentan nicht absehen."


Frage: Was aber soll mit dem Gütertransport geschehen, wenn dieser bei einer gewünschten Einführung des Regelverkehrs nicht möglich ist, weil dann die Strecke  voll belegt ist?

 

Klaus Schürzinger, 05.10.2017