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FWG: Bau eines Radtunnels

 

Die FWG-Fraktion stellt folgenden Antrag:

I. Donauradweg

Die Stadt Passau plant und baut einen Radtunnel unmittelbar östlich des östlichen/unteren Durchbruchs mit anschließendem Radsteg neben der bestehenden Straßenbrücke über die Ilz und einer Verbreiterung des Geh- und Radwegs entlang der Obernzeller Straße.

II. Radroute Hängebrücke – Bschüttgelände/Hals/Grubweg

Der Anschluss des Radwegs aus dem Bschüttgelände an den Donauradweg mit dem neu erbauten Radwegtunnel erfolgt über eine neue Ampel vor der Einfahrt in den westlichen/oberen Durchbruch mit Aufstellungsplattform auf der Ilzseite und über die bereits bestehende Ampel am Ausgang des östlichen/unteren Tunnels. Die neue Ampel ist mit der Ampel an der Hängebrücke so koordiniert, dass die Radfahrer zur selben Zeit zum und vom Donauradweg Richtung Bschütt die B 388 und die B12 queren können wie die Fußgänger die B12 an der Hängebrücke. Dadurch entstehen keine weiteren Stehzeiten für den KFZ-Verkehr. Der Geh- und Radweg auf der Ferdinand Wagner Straße wird verbreitert.

 

Begründung:

Alternative zum abgelehnten Tunnel

Im Bürgerbegehren vom 28.04.2013 lehnte eine große Mehrheit den Bau eines 150 Meter langen Geh- und Radwegs durch den Georgsberg ab. Verbunden mit dieser Ablehnung war aber auch die Aufforderung, „sinnvolle Alternativen zu suchen.“ Der Ablehnung wurde entsprochen, nicht aber der Aufforderung, nach Alternativen zu dem abgelehnten Tunnel zu suchen.

Zwei Engpässe für den Geh- und Radverkehr

Bei den Ilzdurchbrüchen bestehen zwei gefährliche Engpässe für den Geh- Radverkehr.

Der eine betrifft den östlichen/unteren Durchbruch, in dem sich auf dem Donauradweg nach Obernzell Radfahrer und Fußgänger im Gegenverkehr auf einem Gehweg begegnen, der die vorgeschriebenen Breiten nicht einhält. Radfahrer nehmen die Vorschrift des Schiebens entweder nicht wahr oder missachten sie.

Der andere betrifft den westlichen/oberen Durchbruch, in dem sich auf viel zu engem Raum der Fußgänger- und Radverkehr nach und von Bschütt, Hals und Grubweg im Gegenverkehr treffen.

Der vorgeschlagene (Donauradweg) Tunnel und die Ampel gestützte Überführung des Radverkehrs aus Richtung Bschütt/Grubweg/Hals zum Donauradwegtunnel löst beide Probleme.

Die Dringlichkeit der Maßnahmen

„Die vorgeschlagene Maßnahme stellt eine der wichtigsten Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs in Passau dar. Die Stadtteile Hals und Grubweg sind derzeit nicht ausreichend mit einem durchgehenden Radweg an die Innenstadt und die übrigen Stadtteile angebunden. Mit dem Bau des neuen Ilzstegs und der Öffnung des Bschüttgeländes wurde bereits der erste Schritt für eine sichere Radverbindung Hals - Innenstadt geschaffen. Damit wurden auch die alten Planungen des Straßenbauamtes für einen Radweg an der Freyunger Straße fallen gelassen.

Die Verantwortung der Stadt und des Staatlichen Bauamts

Die Gefahr, dass im östlichen/unteren oder westlichen/oberen Durchbruch oder beiden ein Fußgänger oder Radfahrer auf die Fahrbahn gestoßen und verletzt oder gar getötet wird, ist gegeben. Und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis das passiert. Das Schiebegebot auf den viel zu engen Gehwegen der Durchbrüche wird von Radfahrern entweder nicht wahrgenommen oder bewusst missachtet. Das Staatliche Bauamt als eigentlich zuständiger Ansprechpartner für die B12 steht in der Verantwortung und wird sich am Bau des Tunnels finanziell beteiligen.

Gründe für den Antrag der FWG

Die FWG hält es für nicht verantwortbar, die Probleme Radverkehr „Hängebrücke- Donauradweg“ und „Hängebrücke-Bschütt“ nach fast 20 Jahren weiterhin auf die lange Bank zu schieben. Zum einem, weil man nicht so lange zuwarten darf, bis ein Unfall passiert und zum anderen, weil die Beseitigung dieser beiden Engpässe in den beiden Ilzdurchbrüchen die wichtigsten Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs in Passau darstellen. Die Fertigstellung des Parkhauses Bschütt, der sehr gut frequentierte Freizeitpark Bschütt, und die zunehmende Zahl an Pedelecs und E-Bikes, welche das mühelose Befahren des Grubweger Berges ermöglichen, wird die Zahl der Radfahrten pro Tag auf dem Donauradweg und der Radroute Hängebrücke - Bschütt/Hals/Grubweg wesentlich steigern.

Es kann doch nicht sein, dass für den 150 Meter langen Tunnel von der Hängebrücke zur Bschütt genügend Geld da war, für den circa 30 Meter Donauradwegtunnel aber nicht, zumal hier eine Besonderheit vorliegt, die den meisten nicht bewusst sein dürfte, die aber die Kosten des Neubaus eines Radtunnels in Grenzen hält.

Die Einfahrt in den bestehenden Tunnel ist nämlich gar kein echter Tunnel, sondern ein „Unterführungsbauwerk“. Der Fels reicht gar nicht an die Schale des Tunnels, da zwischen der Schale des Tunnels und dem gewachsenen Fels eine (versperrte) Treppe nach oben führt. Das ermöglicht für den Bau des Radtunnel einen ersten Bauabschnitt mit offener, Geld sparender Baugrube. Erst ein zweiter Bauabschnitt muss dann als Tunnel gebaut werden, der dann aber an dem Bauwerk des ersten Bauabschnitts zurückverankert werden kann.

Für die FWG

Klaus Schürzinger

08.06.2016