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Der "Stadttunnel": ein Traum!?

Stadttunnel: ein Traum!?

Am 06.05.2016 präsentierte die Initiative die „Angerer“ ihre Vorstellung von der Wiedergewinnung von Lebensqualität für den Anger, die Freyunger Straße und die Obernzeller Straße: den „Stadttunnel“.

Er reicht von Lüftlberg (Hacklberg) unter dem Niederhaus und der Ilz hindurch bis zur Obernzellerstraße mit einem Nebentunnel von der Mitte der Angerstraße unter dem Georgsberg mit anschließend einer Brücke über das Freizeitgelände Bschütt und die Ilz zum Anschluss an die B 12.

Städtebaulich wäre der Stadttunnel (mit Ausnahme der Brücke über die Ilz!) ein großer Gewinn: Die Angerstraße, die Freyunger Straße und der Obernzellerstraße verwandelten sich von verkehrsgeplagten Problemzonen zu Passaus attraktivsten Entwicklungsgebieten.

Folgende Schwierigkeiten bedrohen den Traum

  • Da es sich in erster Linie um eine städtebauliche Verbesserungsmaßnahme handelt, beteiligt sich der Bund finanziell nur insoweit, als damit eine Verflüssigung des Verkehrs verbunden ist. Das Staatliche Bauamt wird aus diesem Grund nicht als Bauträger in Frage kommen.

  • Da der Stadttunnel keine Funktion in "Raumwirkung und Netzkonzeption" entwickelt, d.h., den Verkehr aus dem östlichen Landkreis Passau nicht um Passau herum der A3 zuführt, hat er keine Chance, in einen neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen zu werden, eben so wie der als Vorschlag eingereichte Georgsbergtunnel, der aus oben genannten Grunde nicht in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen wurde.

  • Da während der Bauzeit der Verkehr auf dem Anger nicht möglich ist, ist eine Nordumfahrung Passaus die Voraussetzung für einen möglichen Baubeginn.

  • Da der Stadttunnel im Flussbett zu liegen kommt, sind aufwendige bauliche Maßnahmen notwendig, um ein Aufschwimmen des Tunnels zu verhindern.

  • Ein aufwendiger Hochwasserschutz muss gewährleisten, dass der Stadttunnel während eines Hochwassers nicht vollläuft.

  • Der Unterhalt des Stadttunnels ist technisch anspruchsvoll und teuer und trifft die Stadt Passau, wenn sie als Bauträger auftreten muss.

  • Die Vorsorgemaßnahmen für den Fall einer notwendigen Rettung bei Unfällen sind aufwendig.
  • Laut Aussage von Herrn Robert Wufka, Leiter des Staatlichen Bauamts Passau,  bedingt ein Verkehrsaufkommen von 25.000 Fahrzeugen pro Tag, dass zwei Tunnelröhren gebaut werden müssen. Danach muss das Stadttunnel aus zwei Röhren bestehen, da den Anger pro Tag 29 000 Fahrzeuge befahren. Das bedeutet eine Verdoppelung der Baukosten.
  • Die Kosten des Stadttunnels überschreiten die finanziellen Möglichkeiten der Stadt Passau bei weitem.

Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser schöne Traum je Wirklichkeit wird, ist gering.

 

Klaus Schürzinger, 14.05.2016