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Der Georgsbergtunnel bleibt Vision

Meine Ablehnung des  Passauer Liste Antrags zum Projekt Georgsbergtunnel bedeutet keine Ablehnung weiterer Untersuchungen zum Projekt.

Ich habe den Passauer Liste Antrag auf "weitere Untersuchungen des BMVI zum Projekt Georgsbergtunnel" abgelehnt, weil die Stellungungnahme der Stadt Passau unter Punkt 4. schon genau diese Untersuchungen fordert. Dort heißt es: "Die Nicht-Behandlung des Projektes "Georgsbergtunnel" ist nicht akzeptabel. Das Projekt ist, auch in Bezug auf die Hochwassersituation in der Stadt, umgehend einer Bewertung nach dem BVWP zu unterziehen und die Ergebnisse sind zu veröffentlichen."

Den Antrag Passauer Liste Antrag lehnte ich ab, weil er den Georgsbergtunnel zu sehr favorisiert und weil die Stellungnahme der Stadt die Forderung nach einer gründlichen Untersuchung, an der ich ebenso wie die anderen Stadtratskolleginnen und -kollegen interessiert bin, bereits beinhaltet.

Nachtrag am 29.04.2016:

Nachdem Herr Robert Wufka, Leiter des Staatlichen Bauamtes, im Stadtratsplenum vom 25.04.2016 die mit dem Georgsbergtunnel verbundenen Schwierigkeiten vorgetragen hat, dürfte allen klar geworden sein, dass der Georgsbergtunnel eine "Vision" bleiben wird und sich daher weitere Untersuchungen erübrigen.

Herr Wufka sieht folgende Schwierigkeiten:

- Der nötige Brückenschlag über die Ilz in Christdobl

- Der Austritt des Tunnels an der Schanzlbrücke ist eine ungeheurer Herausforderung,  von der er sich nicht vorstellen kann, wie sie zu bewältigen ist. 10 bis 15 Häuser müssten weichen.

- Die Leitung des Verkehrs aus der B 388 (aus Obernzell / Wegscheid) durch die Freyunger Straße hinauf zur die Ilzbrücke in Christdobl macht ein riesiges Bauwerk erforderlich.

- Befahren den Tunnel 25.000 Kfz pro Tag sind zwei Röhren notwendig mit einer Kostensteigerung  auf 180 oder 200 Millionen Euro.

- Die Abgase aus dem Tunnel werden irgendwo im Bereich Oberhaus konzentriert in die Luft geblasen.

- Auch die Erreichbarkeit der Stadt bei Hochwasser ist durch den Tunnel nicht gegeben. 2013 waren beide Auffahrtsrampen und die Schanzlbrücke gesperrt.

- Der Tunnel trägt kaum zur Verbesserung weder des überregionalen noch des regionalen Verkehrs bei.

Nachtrag am 11.05.2016:

MdL Dr. Gerhard Waschler erhält auf Anfrage beim Bundesverkehrsministerium bezüglich der Bewertung des Georgsbergtunnels von Staatssekretärin Dorothee Bär folgende Antwort (PNP):

"Der als Alternative zur Nordumfahrung vorgeschlagene Georgsbergtunnel in Passau weist ... wegen seiner Nachteile in Raumwirkung und Neukonzeption bei gleichzeitig höheren Projektskosten gegenüber der mit hohem Nutzen-Kosten-Verhältnis bewerteten Nordumfahrung Nachteile auf. Eine umfassende Projektbewertung für den bereits in der vergleichenden Vorbetrachtung beider Alternativen unterlegenen Georgsbergtunnel war daher nicht veranlasst."

 

Klaus Schürzinger

15.04.2016