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Radfahren im Wald

Jeder darf die freie Natur, also auch den Wald, zu Erholungszwecken betreten. Grundsätzlich ist auch das Radfahren von diesem Betretungsrecht abgedeckt. Radfahren darf man aber nicht mitten durch den Wald, sondern nur auf Wegen. Auf welchen Wegen nun das Radfahren erlaubt ist, regeln die verschiedenen Bundesländer unterschiedlich. Nordrhein-Westfalen erlaubt Radverkehr auf "festen", Bayern auf "geeigneten" Wegen. In anderen Bundesländern gilt tatsächlich die vom Forstdirektor zitierte "Zwei-Meter-Regelung", aber eben nicht in Bayern.

Wann bei uns ein Weg zum Radfahren geeignet ist, hat die Bayerische Staatsregierung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in einer "Vereinbarung zum Mountainbiking" zusammen mit den verschiedenen Verbänden der Radfahrer und Mountainbiker sowie dem Landesverband Bayern der Deutschen Gebirgs- und Wanderervereine festgelegt. Die Beteiligten an dieser Vereinbarung kommen darin überein, "davon abzusehen, in Verwaltungsvorschriften eine bestimmte Breite oder Beschaffenheit für die Eignung der Wege zum Radfahren festzuschreiben." Durch eine "Vereinbarung der Koexistenz auf den gemeinsam genutzten Wegen" sollen Konflikte zwischen Wanderern und Radfahrern erst gar nicht entstehen können. Die Merksätze dieser Koexistenz-Vereinbarung sind:

Miteinander statt gegeneinander - gemeinsam für die Natur!

Fair miteinander umgehen!

Den Schwächeren Vortritt lassen!

Das Ministerium schreibt auf seiner Homepage: "Bei Privatwegen ohne amtliches Verkehrszeichen kommt es auf die Eignung des Weges an. Diese hängt vom Einzelfall ab. ... Die jeweils als geeignet anzusehende Breite des Weges richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles, z.B. der Häufigkeit der Benutzung durch Radfahrer und Fußgänger, Fahrbahnbelag, Steigung, Kurven, Übersichtlichkeit."  Auch unbefestigte Wege unter zwei Meter Breite können also durchaus zum Radfahren geeignet sein.

Kommt es auf engeren Wegen zur Begegnung von Wanderern und Radfahrern, muss der Radfahrer den gesetzliche festgelegten Vorrang des Wanderers klar zu erkennen geben, indem er seine Fahrt verlangsamt oder, wenn nötig auch absteigt und schiebt.

Solches Verhalten ist der einzig mögliche Weg, das Recht auf Erholung in der freien Natur allen ungestört zu ermöglichen, ungleich besser jedenfalls als die Rechthaber auf beiden Seiten sich über die Breite eines Weges streiten zu lassen.

 

Klaus Schürzinger, 11.01.2013