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Kohlekraftwerk Brunsbüttel

Beteiligung am Kohlekraftwerk Brunsbüttel

Schon immer falsch?

2006 beschloss der Aufsichtsrat der Stadtwerke Passau zusammen mit weiteren 70 Stadtwerken – darunter den Tübinger Stadtwerken mit ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden, Bürgermeister Boris Palmer von Bündnis90/Die Grünen - gegen den Widerstand der ÖDP eine Beteiligung am Kohlekraftwerk Brunsbüttel. Dafür gab es damals durchaus gute wirtschaftliche, aber auch ökologische Gründe.

Der wirtschaftliche Sinn dieser Entscheidung war der verstärkte Einstieg in die Eigenproduktion von Strom, um die Abhängigkeit der Stadtwerke Passau von den vier Stromenergieriesen zu vermindern und im Wettberwerb der Stromversorger bestehen zu können.

Aus Gründen der Energieversorgungssicherheit und der Stabilität des Stromnetzes kann für eine Übergangszeit nach dem Ausstieg aus der Kernenergie und bis zur Umstellung auf Erneuerbare Energie auf Kohlekraftwerke nicht verzichtet werden. Wegen der notwendigen Kompensation der Kraftwerksleistung der abgeschalteten Kernkraftwerke und wegen des Ersatzbedarfs für Kohlenkraftwerke, die altersbedingt abgebaut werden müssen, ist der Bau neuer Kohlekraftwerke vorerst notwendig. Ökologisch sinnvoll wäre es also gewesen, alte „Dreckschleudern“ durch bis zu 35 % effizientere, flexiblere, neue Kohlkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung, wie das bei Brunsbüttel der Fall gewesen wäre, zu ersetzen. Dass dies nicht geschah, ist unter anderem der Grund dafür, dass klimabereinigt die CO2-Emissionen in Deutschland 2011 um 9.3 Millionen Tonnen oder um 1,2 % gestiegen sind.

Nun stellt sich aber heraus, dass auf Grund steigender Kosten für Bau und Emissionszertifikate und vor allem, weil wegen des schnellen Ausbaus der Erneuerbaren Energien die nötigen (Volllast-)Betriebszeiten nicht mehr garantiert sind, die Wirtschaftlichkeit neuer Kohlekraftwerke nicht mehr gewährleistet ist und sie deswegen nicht gebaut werden.

Somit war allen klar, dass der Ausstieg nötig war. Die Frage war nur, gleich oder zu gegebener Zeit.

 

K.Schürzinger, 22.07.2012