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Fehlanzeige Granitbahn

Laut PNP vom 31.08.2010 hat Gerhard Curth, Geschäftsführer der Deutschen Regionaleisenbahn GmbH (DRE) erklärt, dass er noch im Jahr 2010 eine Betriebsgenehmigung die Strecke Passau – Obernzell bekommen werde, „wenn alles gut läuft“, und dass im April 2011 der erste Güterzug fahren werde. Bis Mitte 2011 „ soll dann das ganze Netz mit den Ästen nach Obernzell und Hauzenberg in Betrieb gehen, wenn es keine Überraschungen gibt“.

Laut PNP vom 17.02.2010 hat der Kreistag die Leader-Aktionsgruppe Passau Nord beauftragt, EU-Mittel für die Entwicklung eines Konzeptes zur Erschließung des touristischen Potentials und der Vermarktungsmöglichkeiten der Granitbahn zu beantragen. Die Stadt Passau hat sich zusammen mit dem Landkreis und der Stadt Hauzenberg bereit erklärt, sich an den Kosten der Studie in Höhe von 22.000 € finanziell zu beteiligen. Die Vorstellung der Ergebnisse dieser Studie wurde für September 2010 angekündigt.

In beiden Fällen Fehlenzeige!

Eine Nachfrage bei der zuständigen Behörde, dem Bayerischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, ergibt, dass Herr Curth bis heute keine „verwertbaren Unterlagen“ für eine Betriebsgenehmigung der Strecke Passau - Obernzell - Hauzenberg (mit Ausnahme der Strecke bis zur Kräutlsteinbrücke, die er gern zur Geldeinnahme durch Abstellen von nicht benötigtem Zugmaterial genutzt hätte) eingereicht hat. Von einer Reaktivierung der Strecke kann keine Rede sein.

Von einem Ergebnis der Studie über das touristische und gewerbliche Potential der Granitbahn hat man bis heute nichts gehört. Von den Erkenntnissen dieser Studie aber ist abhängig, ob man an das Staatsministerium herantreten soll mit der Bitte um eine Förderung der für dieWiederherstellung der Befahrbarkeit geschätzten 400.000 €.

Herr Curth von der DRE versteht sich als Bewahrer von Eisenbahninfrastruktur. Dieses Ziel erreicht er allein schon durch Pacht der Strecke, ohne einen Finger für einen Verkehrsbetrieb zu rühren. Wirkliche Bemühungen um die Wiederherstellung der Befahrbarkeit der Strecke und um einen Verkehrsbetrieb auf ihr sind nicht zu erkennen.

Eine Aufgabe der Reaktivierungspläne der Strecke Passau – Obernzell – Hauzenberg ist kein „Verbrechen an zukünftigen Generationen“, weil der Sprit bald zu teuer sein werde, um sich ein eigenes Auto leisten zu können, und man dann froh sei um die Infrastruktur, die es ermögliche, einen ÖPNV per Bahn zur Verfügung zu stellen. Denn in diesem Fall ist der Bus auf jeden Fall billiger und ökologischer als die Bahn, wenn nicht bis dahin ohnehin der Umstieg auf E-Autos oder Autos mit Brennstoffzelle gelungen ist.

Die Strecke sollte endlich von Bahnbetriebszwecken freigestellt werden. Es besteht kein wirklich dringendes Verkehrsbedürfnis. Dann müsste man nicht befürchten, dass Züge durch das von Äskulapnattern und Smaragdeidechsen bevorzugte Biotop Bahndamm entlang der Donauleiten rumpeln könnten und dann könnte die die Stadt die Verkehrsbrache entlang des Inns in der Innstadt für den Bau eines attraktiven Geh- und Radweges nutzen.

Klaus Schürzinger, 09.04.2011