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UNESCO Weltkulturerbe

FWG-Initiative

Bewerbung UNESCO-Prädikat "Weltkulturerbe" für Stephansdom mit umgebendem Ensemble

 

 

 

Sicherung der Zielvorgabe „Bewerbung für Passau um ein UNESCO-Prädikat Weltkulturerbe“ des Kulturellen Entwicklungsplans

 

Da die FWG schon lange die im KEP 2014 vorgesehene Bewerbung um ein Prädikat „UNESCO- Weltkulturerbe“ angehen wollte, hat Stadtrat A. Feuerer Anfang November 2009 alle Fraktionsvorsitzenden zu einer von der FWG organisierten Informationsveranstaltung eingeladen, bei der Herr Klemens Unger aus Regensburg, der erfolgreichen UNESCO-Prädikats-Stadt, über  Voraussetzungen und Chancen einer solchen Bewerbung gesprochen hat. In dieser Veranstaltung schilderte Herr Unger die sehr umfangreichen Arbeiten im Zusammenhang mit der Bewerbung Regensburgs um ein UNESCO-Prädikat und erklärte, dass er auf Grund seiner Erfahrung eine Bewerbung Passaus nur für den Stephansdom und umgebendem Ensemble für wesentlich aussichtsreicher einschätze als eine solche für die gesamte Altstadt. Deshalb wollte die FWG nach Absolvierung eines vom OB-Bürö organisierten Sondierungsgesprächs mit Vertretern der Diözese wie der Stadt und entsprechender Antragsvorbereitung einen interfraktionellen Antrag für eine Bewerbung für das UNESCO-Prädikat nur für den Stephansdom mit umliegendem Ensemble stellen.

 

Einschätzung der Initiative durch die Diözese und den Generalkonservator Prof. Dr. Egon Greipl vom Landesamt für Denkmalpflege

 

Die in der Diözese tätigen Herren, Dombaumeister Hauck, Diözesankunstreferent Brunner und Diözesanarchivar Dr. Wurster, stehen, wie sich aus Gesprächen mit ihnen ergab, einer Bewerbung Passau um ein UNESCO-Prädikat für den Stephansdom mit umgebendem Ensemble positiv gegenüber und sagten Stadtrat A. Feuerer zu, die Bewerbung bei der Diözesanleitung zu befürworten.

Stadtrat A.Feuerer sprach auch mit dem Generalkonservator Prof. Dr. Greipl über die FWG- Initiative. Auch dieser wäre bereit, die Bewerbung Passaus um ein UNESCO-Prädikat Weltkulturerbe zu unterstützen. Allerdings hält er eine Bewerbung Passaus für die gesamte Altstadt und der umgeben-den Kulturlandschaft mit Veste Oberhaus und Mariahilfberg für aussichtsreicher und besser als eine Bewerbung, die sich nach dem Vorschlag des Regensburger Kulturreferenten auf den Stephansdom mit Umgebungsensemble beschränkt. Von den erneuten Absichten für eine Gondelbahn wusste er noch nichts. Sollten sich an den bisher immer vorgebrachten Plänen für eine Gondelbahn nichts Wesentliches ändern, sei nach wie vor eine Ablehnung des Landesamtes für Denkmalschutz wahrscheinlich. Im Übrigen wies er darauf hin, dass eine Gondelbahn eine erfolgreiche UNESCO- Bewerbung nicht erleichtere.

 

Unterstützung der FWG-Initiative durch die Stadt

 

Bei einem Termin mit OB Jürgen Dupper erreichte Stadtrat A. Feuerer, dass das OB-Büro nach Ostern zu einem UNESCO-Sondierungsgespräch, bei dem man über die grundsätzlichen Haltungen und Absichten Aufschluss bekommen wollte, einladen wird. Dazu sollten neben den drei oben genannten Herren der Diözesanverwaltung der Generalvikar, die Fraktionsvorsitzenden, die beiden Stadtheimatpfleger und von Seiten der Stadt neben dem OB auch Kulturreferent Dr. Brunner teilnehmen.

 

Diskretionsvereinbarung

 

Um zu erfahren, wie sich das Ordinariat zu der UNESCO-Initiative stellt, war mit den Herren der Diözese sowie von Seiten der Stadt mit OB Jürgen Dupper und nicht zuletzt mit Herrn Thomas Seider von der PNP, dem die UNESCO-Absicht allgemein angedeutet worden war, vereinbart, im Interesse der Sache von den UNESCO-Absichten so lange über das Vorhaben Diskretion zu bewahren, bis klar war, dass von Seiten der Diözese Grünes Licht zu erwarten war, und der Antrag im Konsens aller im Stadtrat vertretenen Parteien und Gruppierungen gestellt werden konnte.

 

Antrag Prof. Dr. Waschlers auf eine Bewerbung um ein UNESCO-Weltkulturerbe Prädikat

 

Der UNESCO-Vorstoß Prof. Dr. Waschlers, über den die PNP am 20. März 2010 berichtete, hat allerdings eine neue Situation geschaffen. Der Antrag beinhaltet eine Bewerbung für die „gesamte historische Stadt mit Flüssen und umgebenden Hügeln“.  Dabei stellt sich die Frage, ob Prof. Dr. Waschlers Einsatz für eine nahe an die untere Stadtspitze heranrückende Brücke mit dem UNESCO-Weltkulturerbe-Titel für die historische Altstadt verträglich ist.

 

PNP- Lokalchef Lampelsdorfer teilte Stadtrat A. Feuerer den Waschler- Vorstoß mit und meinte, dass es jetzt wohl nicht mehr opportun sei, mit den FWG- Absichten noch weiter hinter dem Berg zu halten. Er wolle der Öffentlichkeit nun mitteilen, dass es schon seit November konkrete UNESCO-Bemühungen der FWG gebe.

 

Historische Altstadt + Donaulandschaft“ versus „Einzelobjekt Dom + Ensemble“

 

Nun dürfte eine Diskussion darüber entbrennen, welcher Antragsinhalt „Historische Altstadt + Donaulandschaft“ oder „Einzelobjekt Dom + Ensemble“ bessere Aussichten auf Erfolg hat. Da hat jedes Lager gute Argumente. Es bleibt zu wünschen, dass sich nicht wie bei der Diskussion um die Neue Mitte zwei Lager unversöhnlich gegenüber stehen, sondern dass am Ende der Diskussion ein aussichtsreicher Antrag steht, der von allen mit Überzeugung getragen werden kann.

Im Übrigen wird die FWG- Fraktion demnächst versuchen, maßgebliche Mitglieder der deutschen UNESCO-Weltkulturerbe-Kommission zu einer Besichtigung der Stadt und Information über die Stadt mit anschließendem Sondierungsgespräch nach Passau einzuladen.

 

Auszug aus dem FWG- „Kulturmemorandum

der Freien Wählergemeinschaft Passau / Arbeitskreis Kultur vom 15. November 2009

zum Thema „Passau als Weltkulturerbe- Stätte“

(verantwortlicher Verfasser Stadtrat Alois Feuerer / Mitglied des Ausschusses für Kultur des Stadtrates Passau)

 

 

Passau als UNESCO- Weltkultur- Erbestätte

 

Sollte man die im KEP 2014 formulierte Absicht, der Stadt Passau den Titel einer UNESCO- Weltkultur- Erbestätte zu sichern, weiterverfolgen, so sollte man in Anbetracht des bereits dementsprechend reichen Bestandes an Welt- Kulturerbestätten in Deutschland nicht mehr mit der gesamten historischen Altstadt zur Bewerbung antreten, sondern vielmehr mit dem chancenreicheren und bisher in Deutschland wie in Europa so noch nicht präsentierten Einzelobjekt der Passauer Stephansdoms, der wegen seiner Einmaligkeit als größte und künstlerisch wertvollste Barock- Kathedrale nördlich der Alpen in der Konkurrenz bei einem gut vorbereiteten und präsentierten Bewerbungsverfahren sicherlich nicht aussichtslos wäre.

 

In Fachkreisen spricht man sogar von einem sehr prägnanten „Passauer Stil“ des Hochbarock, der an zahlreichen Kirchen- und Klösterbauten der ehemaligen Passauer Großdiözese greifbar wird. Unter dem Leitbegriff „Passavia Sacra“ könnten man weitere Kirchen- und Klosterbauten innerhalb der Passauer Altstadt zur Aufnahme in die Welt-kulturerbe- Liste der UNESCO vorschlagen: als geschlossenes Ensemble die Baulichkeiten am Passauer Dom- und Residenzplatz, die Jesuitenkirche/- kollegium, die Mariahilf- Kloster/- Kirche, Kloster Niedernburg, Pfarrkirche St. Paul, St. Salvator sowie die Veste Oberhaus und Niederhaus etc.

Darüber hinaus sollte bei einer Bewerbung auf die von den Intelvi- Künstlern geschaffenen Barock- Kirchen, Kloster- und Schlossbauten sowie bürgerliche Architekturen in Bayern, Böhmen und Österreich, welche in Korrelation zu Passauer Baulichkeiten stehen, verwiesen werden.

 

Parallel zu diesem materiellen Objekttitel könnte Passau im von der UNESCO ebenfalls verlangten Nachweis ideeller Qualifikation das Thema „ Die Donaustadt Passau – ein bedeutender Akteur an der europäischen Kommunikations- Kunst- und Kultur- Schlagader durch die Jahrhunderte, der mit seinen Partnerstädten an der Donau und v.a. seinen Festspielen Europäische Wochen Passau seit Langem einen permanenten Beitrag zur Verbindung dieser Donaustädte leistet.“

 

K. Schürzinger

24.03.2010