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Nibelungenlied

Die FWG hat am Montag, den 15. März 2010, zu einer öffentlichen Veranstaltung mit dem Thema " Nibelungenlied" in das Altstatdhotel eingeladen.

Hier der Bericht der PNP-Redakteurin Barbara Osdarty:

Siegfried der Drachentöter, die schöne Kriemhild und der finstere Hagen, eine große Liebe, ein unermesslicher Schatz und der Untergang eines ganzen Volkes - viele Figuren und Handlungselemente des Nibelungenlieds sind auch heute noch einem breiten Publikum vertraut, auch vielen Passauern. Nicht nur spielen sechs Strophen des Nibelungenlieds in Passau, seit einiger Zeit hat sich auch in der Forschung weitgehend  die Überzeugung durchgesetzt, dass das wohl berühmteste mittelhochdeutsche Heldenepos  um 1200 in Passau entstanden sein dürfte.

Einige Nibelungen-Fans, darunter Stadtrat Alois Feuerer, haben es sich zum Ziel gesetzt, die Menschen wachzurütteln. Sie wünschen sich, dass die Passauer "ihr" Nibelungenlied neu für sich entdecken, dass das Nibelungen-Thema sowohl im Stadtbild als auch im Veranstaltungskalender der Satdt mehr Präsenz erlangt und dass auch Touristen noch eingehender über die enge Verbindung Passaus zu dem mittlerweile ins Weltdokumentenerbe aufgenommenen Werk informiert werden.

Dass es sich dabei um kein Randthema handelt, das nur einige Fachleute interessiert, zeigte sich am Montagabend. Viele Bescuher, sowohl Fachleute wie auch Laien, zog es ins Altstadthotel, wo Dr. Herbert Wurster, Leiter des Diözesanarchivs, auf Einladung der Freien Wähler über die Passauer Wurzeln des Nibelungenlieds referierte. Er zeigte auf, dass ein ganzes Bündel von Argumenten für die Entstehung des Liedes in Passau spricht und stellte die Frage, wie es vor diesem Hintergrund sein kann, dass Xanten, Worms und viele andere Städte voll Stolz Nibelungenspiele, Feste und Ausstellungen organisieren, in Passau aber nichts dergleichen geschieht. "So wie die aktuellen Forschungsmeinungen liegen, ist das Nibelungenlied ein Teil der Passauer Literaturgeschichte und daraus sollten auch Konsequenzen folgen", forderte Wurster am Ende seines Vortrags.

Und die Zuhörer ließen sich nicht lange bitten. Die Vorschläge gingen dabei in viele verschiedene Richtungen: Ein Nibelungenmuseum, ein Malwettbewerb für Kinder, ein Nibelungenfest, ein Nibelungenzug, an dem auch die Bevölkerung mitwirken soll, oder Schultheateraufführungen wären ebenso gewünscht wie ausführliche touristische Broschüren oder ein Nibelungen-Quiz für kleine Passau-Besucher. Und damit all die guten Ideen nicht im Sande verlaufen, wurde im Anschluss an die Diskussion auf Initiative von Alois Feuerer beschlossen, dass eine Nibelungen-Gesellschaft gegründet werden soll, so dass Hagen, Siegfried und Kriemhild vielleicht bald einen festen Platz im Stadtgeschehen haben werden.