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Granitbahn

Die Granitbahn als Abstellgleis?

Die PNP berichtete am 4. Januar, dass die Reaktivierung der „Granitbahn“ nach Hauzenberg gefährdet sei, weil die Bahn dort plane, die „Strecke als Abstellgleis“ zu nutzen. Das könne niemand verhindern. Die Verträge seien bereits unterzeichnet.

Tatsache ist jedoch, dass die Strecke Passau Voglau – Hauzenberg/- Obernzell an die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH mit Sitz in Berlin verpachtet ist, wie aus der Homepage dieser GmbH zu entnehmen ist. Vorrangiges Ziel dieses Eisenbahninfrastrukturunternehmens ist es, die Stilllegung und anschließende Entwidmung von Bahnstrecken zu verhindern. Dies geschah im Falle der Granitbahn mittels Übernahme der Strecke von der DB-Netz durch einen Pachtvertrag.

Ob also auf den oben genannten Strecken nicht benötigte Waggons abgestellt werden oder nicht liegt einzig und allein beim Pächter, nämlich der Deutschen Regionaleisenbahn GmbH bzw. deren Tochtergesellschaft, der Bayerischen Regionaleisenbahn Gmbh.

Der Geschäftsführer der beiden GmbHs, Herr Gerhard J. Curth, konnte die Stilllegung und Entwidmung der Strecke verhindern, weil er ein Verkehrsbedürfnis geltend machte. Sobald ein solches Verkehrsbedürfnis angemeldet ist, muss das Eisenbahnbundesamt laut Gesetzeslage eine Entwidmung der Strecke versagen. (Wir Freie Wähler haben damals unser Ziel der Errichtung eines Geh- und Radweges auf der Bahntrasse in der Innstadt wegen Aussichtslosigkeit aufgegeben.)

Da Herr Curth erklärtermaßen die Strecke Passau/Voglau – Hauzenberg reaktivieren will (schon 2007 erklärte er mir auf die Frage, wann denn mit einem Betriebsbeginn zu rechnen sei, das könne nicht zu lange dauern, denn es bestünde ja eine Betriebspflicht), kann er kein Interesse daran haben, der Bahn zu erlauben, auf dieser Strecke Waggons abstellen zu lassen. Er kann doch nicht ein Verkehrsbedürfnis dadurch geltend machen, dass er die Strecke als Abstellgleis nutzt. Möglich wäre dies allerdings auf der Strecke Erlau – Obernzell.

Allerdings ist Herr Curth auf die politische und wirtschaftliche Unterstützung des Landkreises für die Reaktivierung der Granitbahn angewiesen, sodass dieser seinen Einfluss sicherlich dahingehend geltend machen wird, dass die Waggons nicht akkurat dort abgestellt werden, wo sie die Landschaft und die Natur am meisten beeinträchtigen.

Der Förderverein Lokalbahn Hauzenberg hat im Vertrauen auf die baldige Reaktivierung die Trasse Voglau - Hauzenberg freigeschnitten. Hoffentlich hat man den Idealismus seiner Mitglieder nicht missbraucht. So wünschenswert Ausflugsfahrten auf dieser schönen Bahnstrecke auch sind, ich werde die Bedenken nicht los, dass diese Ausflugsfahrten, sollten sie überhaupt einmal eingeführt werden, wegen der hohen Kosten des Unterhalts der Strecke auf Dauer nicht aufrecht erhalten werden können. Ein Geh- und Radweg auf der Bahntrasse wäre ein großer Gewinn für die Innstadt, eine ungenutzte Bahntrasse ein Ärgernis.

Klaus Schürzinger, 6.1.2010