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Ehrung des A. Feuerer

Laudatio

für Alois Feuerer

anlässlich der Übergabe des 1. Vorsitzes der FWG an Siegfried Kapfer

In den ersten Dezembertagen des Jahre 2005 hat unser Alois, den ich heute für sein langjähriges Engagement bei der FWG ehren darf, den Stadtratskollegen Y in einer Email an mich ziemlich grob einen X genannt.

Daraufhin kriegte er vom Hl. Nikolaus am Abend des 5.12. eine e-Mail Rückantwort, in der dem Alois unter Androhung von Rutenschlägen dringend empfohlen wurde, in sich zu gehen und zu versuchen, dem Laster des Hochmuts und der Anmaßung nach besten Kräften zu widerstehen.

 

Und der Alois ging in sich. Zerknirscht übermittelte er dem Nikolaus Klaus folgendes Schuldbekenntnis:

 

„Ich weiß, dass ich hochmütig und anmaßend war.

Ich wusste es schon beim Schreiben.

Man darf sich nicht über die Menschen erheben.

Man darf andere nicht herabsetzen.

Man muss davon ausgehen, dass sie guten Willens sind.

Man soll lieber den Splitter im eigenem Auge sehen.

 

Also: Ich werde nie wieder jemanden als X bezeichnen.

Lieber Nikolaus, ich danke Dir,

dass Du mir die Leviten gelesen hast.

Dein zerknirschter Alois F.

 

 

Warum um alles in der Welt setze ich ein solches Schuldbekenntnis an den Anfang einer Laudatio? Weil es – auch wenn es nicht sofort erhellt – den Beweis für eine der großen Tugenden des Alois erbringt.

 

Er lässt sich nämlich etwas sagen, ja er fordert den Rat der anderen geradezu ein. Er übergibt uns seine Schriftsätze und fordert uns auf zu ändern, zu ergänzen, oder bestätigen. Das betrifft nicht nur seine Stadtratskollegen in der FWG, sondern alle Mitglieder der FWG. Auf diese Weise schweißt er uns zusammen, sodass sich bei uns niemand als Statist fühlen muss. Jede und jeder soll sich und seine Erfahrung einbringen. Diese Art des Gefragtseins, dieses Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, wo jedes Mitglied gebraucht wird, das, lieber Alois, das verdanken wir Dir und Deiner Art, uns alle in die FWG-Arbeit einzubinden.

 

Seit 26 Jahren schenkst Du der FWG einen Großteil Deiner Arbeitskraft, davon 10 Jahre als 1. Vorsitzender. Und welche Arbeitskraft! Ich kenne niemanden, der mit ähnlicher Ausdauer, Akribie und Gewissenhaftigkeit seine Aufgaben erfüllt. Mit derselben Energie, mit der Du früher an Deiner sportlichen Entwicklung gearbeitet hast, hast Du den FWG-Karren gezogen und geschoben. Meine besondere Bewunderung – weil ich selbst dazu nicht imstande bin – gilt dem Arbeitsaufwand, den Du in Wahlkampfzeiten aufbrachtest, um die Liste voll zu kriegen und neue Mitglieder zu werben. Dass wir heute - mit Verlaub in aller Bescheidenheit – Passaus kleinster aber feiner Think-Tank sind, das verdanken wir Dir.

 

Wie Ihr alle wisst, führt unser Alois ein Doppelleben: das eine Leben gehört der FWG, das andere seinen Städtereisen, Thomas Bernhard und seinem – wie Thomas Bernhard es ausdrücken würde – Lebensmenschen Johann Wolfgang von Goethe.

 

Deshalb zum Schluss ein Goethe Gedicht, dass der Alois ganz besonders liebt:

 

Δαιμον, Dämon

 

Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,

Die Sonne stand zum Gruße der Planeten,

Bist alsobald und fort und fort gediehen

Nach dem Gesetz, wonach Du angetreten.

So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen,

So sagten schon Sibyllen, so Propheten;

Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt

Geprägte Form, die lebend sich entwickelt.

 

Lieber Alois, Du hast Dich mit Händen und Füßen gegen den Ehrenvorsitzenden gewehrt. Wir haben Deinem Wunsch mit einem Kompromiss entsprochen: Ehrung ja, Urkunde (vorerst) keine.

Du hast Dich um die FWG verdient gemacht, und tust es immer noch.

 

Klaus Schürzinger,

02.12.2009

Links SR Klaus Schürzinger, Mitte SR Alois Feuerer, rechts SR Siegfried Kapfer