Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

Seiteninhalt

Beinahe-Amok in der Passau Event

Der Beinahe-Amoklauf der neuen Gestaltungsmehrheit in der Passau Event GmbH (PE)

 

"Blut, Schweiß und Tränen" kündigt OB J. Dupper für die anstehende Reduzierung des 3 Mio.EUR Defizits der PE an. Aber er steht zu ihr. Ein "maßvolles und überschaubares" Defizit sei in Ordnung. Der Konkurs der PE sei keine Lösung, auch wenn er es sich nicht verkneifen kann zu bemerken, auch das sei keine Katastrophe, denn die Stadt müsse für die Schulden nicht haften.

 

Aber wie soll denn der Konkurs abgewendet werden, wenn der OB von seiner Wahlaussage, die bisherige städtische Kapitalerhöhung in Höhe von 1,6 Mio. EUR in drei Raten auf Null zu setzen, nicht abrücken will. Selbst diese 1,6 Mio. bewahren ja die PE nicht davor, zum Ausgleich ihrer Bilanz jedes Jahr 1 Mio. Neuschulden aufnehmen zu müssen. Nur ungern lässt sich der OB darüber unterrichten, dass der PE bisher 8 Mio. EUR vorenthalten wurden, die ihr zugestanden hätten. Wie sollen denn aus 1,5 Mio. EUR Umsatzerlösen 2,5 Mio EUR Kapital- und Objektkosten heraussaniert werden können?

 

SR K. Synek, einer der Vordenker der neuen Gestaltungsmehrheit, will von der chronischen Unterfinanzierung der PE nichts mehr hören. Das war vor seiner Zeit als Stadtrat und für die Fehler der Vergangenheit will er nicht gerade stehen. Er plädiert zunächst für eine "Zug um Zug Auflösung" der PE, will aber dann doch einen externen Gutachter mit dem Auftrag einer Sanierungsprüfung einsetzen, was dann auch die Zustimmung der Mehrheit des Aufsichtsrats findet.

 

Die Einstellung der Eigenveranstaltungen der PE sind bereits beschlossen. Die schon in der Vorbereitung befindliche Holzmesse sowie die Ausbildungsmesse finden noch statt. Dann ist Schluss mit Holz-, Ausbildungs- und Anglermesse, mit dem Wiener Ball und dem Begleitprogramm am Christkindlmarkt.

 

Wenigstens schlägt dem OB das SPD-Gewissen für das frei zu setzende Personal. Es soll nach Möglichkeit bei der Stadt untergebracht werden.

 

Ich begreife nicht, dass gerade jetzt, wo die Gewerbesteuer reichlich fließt, der PE der Geldhahn zugedreht wird. Die Chance, bei ausreichender Finanzierung ein positives Betriebsergebnis und auch die Personalkosten zu erarbeiten, wird ihr nicht gegeben.  Die Gestaltungsmehrheit wird der PE finanziell unter die Arme greifen müssen. Wenn sie den Konkurs vermeiden will, wie sie bekundet, muss sie das tun.

Klaus Schürzinger, 7.7.2008