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Freie Wähler sammeln Ideen für Haidenhof

Noch vor hundert Jahren war die 1909 eingemeindete Gemeinde Haidenhof eine ländliche, dünn besiedelte Gegend, geprägt von zahlreichen Landwirten und Gärtnern und dort wohnenden Taglöhnern. Der größte Bauernhof mit Gasthaus an der Neuburgerstraße trug den Namen „Haidenhof“. Der damalige Eigentümer war der Großvater des heutigen Eigentümers Helmuth Königsbauer, der zur Versammlung Fotos des Anwesens aus dieser frühen Zeit mitgebracht hatte, auf denen vor allem den jüngeren Besuchern die Rasanz der Stadtentwicklung und Stadtverdichtung augenfällig wurde.

Nicht vielen Passauern ist bewusst, dass heute in den beiden Stadtteilen Haidenhof Süd, der vom Inn bis zur Neuburgerstraße, und Haidenhof Nord, der von der Neuburger bis zur Donau reicht, 16 066 Einwohner, also knapp ein Drittel aller Passauer leben, die von keinen großen Problemen geplagt scheinen. Denn nur wenige von ihnen waren der Einladung der Freien Wähler zu einer neuerlichen Veranstaltung nach dem Motto „Gehör für die Stadtteile“ gefolgt.
Dabei sind aus der Leonhard Pamingerstraße und dem Weinleitenweg viele Klagen darüber zu hören, dass das neue Verkehrkonzept diesen beiden Haiden-hof- Straßen viele zusätzliche Durchfahrer beschert habe.

Der im Stadtteil wohnhafte Stadtrat Klaus Schürzinger, der die Veranstaltung leitete, hatte einleitend diese Fakten bekannt gegeben: Haidenhof 16 066 Einwohner, davon im Vergleich zur Gesamtstadt mit 15 Prozent relativ zahlreiche Passauer, genau 2 400, mit ausländischem Pass. Mit dem in den letzten Jahren in Kohlbruck entstandenen Messe- Gewerbe- Wohn und Freizeit-park partizipiert der Stadtteil intensiv an der Modernisierung der Stadt im ehemaligen Bundeswehrgelände. Vieles hat sich seitdem zum Positiven für die Gesamtstadt gewandelt. Im Stadtteil sind 7 100 Pkw und 5 200 Nutzfahrzeuge zugelassen, womit man auch schon beim Hauptthema des Abends war, der Verkehrssituation. Seit der neuen Verkehrsregelung in der Innenstadt hat der Verkehr in der Neuburger stark abgenommen. Selbst in dem Abschnitt von der Leonhard Paminger- bis zur Danzigerstraße ist eine Ausdünnung eingetreten. Zu dieser Beruhigung würde es gut passen, wenn die Stadt wenigstens Teile des vom Architekturbüro Martin und Bettina Denz erstellten „Städtebaulichen Rahmenplans Neuburgerstraße“)   realisieren könnte, der mit der lange gewünschten Anlage eines Radweges stadtauswärts bis nach Kohlbruck sowie mit Baumpflanzungen und breiteren Geh- und Radwegen eine „Boulevardisierung“ der damals bedeutenden Ein- und Ausfallstrecke in die Stadt vorsah. Die Besucher waren sich einig, dass solche Verbesserungen gerade jetzt, wo die Straße ein wenig aufatmen könne, dem Straßenabschnitt ein gefälligeres Ansehen wie auch mehr Einkaufs- und Lebensqualität geben könnte.
Ein zentraler Vorschlag war, die Massierung und den Abfluss der Fahrzeuge an der Kreuzung Neuburger - Danzigerstraße durch Verlängerung der Rechtsab-biegespur bis zum Big Point besser in den Griff zu bekommen. Derzeit behindern auf der Rechtspur bei Rot gerade ausfahrende Autos diejenigen, die in die Danzigerstraße einbiegen wollen. Ab Big Point sollen die Geradeausfahrer durch Pfeil auf die linke Spur geschickt werden.
Seit der Inbetriebnahme der neuen Spange von der Neuburgerstraße in die Grünaustraße vor dem Omnibusbahnhof fahren in der Grünaustraße mehr Autos.
Wie der Anwohner Christian Klessinger beobachtet hat, beachtet ein Großteil von ihnen dabei das Tempo 30- Gebot nicht. Passanten, die den Zebrastreifen beim Poststeg queren, geraten durch solche Schnellfahrer öfter in Not. Die Verwaltung soll hier durch geeignete Maßnahem für mehr Sicherheit sorgen.
Ein Stadtteilkenner wies darauf hin, dass die Stadt relativ zentrumsnahe Grund-stücke für Einfamilien- und Doppelhäuser in den oberen, der Neuburgerstraße nahen Südlagen zum Inn im Bereich der Südtiroler Straßengruppe ausweisen könnte. Gegenstimmen betonten, dass durch diese Gegend parallel zum Duperbach eine Trasse zu einen Brückenübergang nach Österreich und in die Innstadt beim Kraftwerk Ingling vorgesehen war und immer noch dafür frei gehalten werden sollte. Zustimmung fand die Absicht der EVENT, bei Veranstaltungen wie der Frühjahrsmesse, Dult oder in der 3-Länderhalle im Straßenraum weitere Parkplätze anbieten zu können. Diese Maßnahme trage zu geordneten Wohnverhältnissen in den alten und neuen Quartieren in und um Kohlbruck bei.
Die Stadträte sicherten zu, den Vorschlag der Verlängerung der Rechtsabbiege-spur von der Neuburger in die Danziger als Antrag in den Ordnungsausschuss einzubringen. Die nächste Veranstaltung der erfolgtreichen FWG- Serie „Gehör für die Stadtteile“ findet am 12. Februar im Hacklberger Stüberl statt.