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Event GmbH: Geschäftsführerbestellung

Event GmbH

Geschäftsführerbestellung

 

 

Da die Anstellungsverträge für die Geschäftsführer der Event GmbH, Joseph Gevatter und Herbert Wendl, am 31.12.2006 auslaufen, stand die Bestellung eines neuen Geschäftsführers an. 

Die FWG schlug vor, den einen der bisherigen Geschäftsführer, Herrn Joseph Gevatter, nun zum alleinigen Geschäftsführer zu bestellen und den Vertrag entgegen dem Vorschlag des Oberbürgermeisters statt auf 10 auf 5 Jahre zu befristen. 

Der entsprechende Antrag des SR K. Schürzinger im Aufsichtsrat der Event GmbH wurde gegen den Antrag auf Neuausschreibung der Geschäftsführerstelle durch SR M. Sturm von der Mehrheit des Aufsichtrates mit 8 : 4 Stimmen angenommen und so beschlossen. Der Antrag wird sich auch im Plenum des Stadtrats sicherlich durchsetzen.

 

Gründe für die Entscheidung der FWG-Fraktion

 

Herr J. Gevatter hat bisher in der Event GmbH erfolgreiche Arbeit geleistet und garantiert mit seiner über viele Jahre erworbenen intimen Kenntnis der lokalen und überregionalen Verhältnisse Kontinuität und Effizienz der zukünftigen Geschäftsführertätigkeit. Der Meinung, dass "die künftige Leistungsstärke der Event GmbH ... wesentlich von der Ausstattung mit einer branchenkompetenten Geschäftsführung" abhänge (SR M. Sturm, SPD) und deswegen eine Neuausschreibung vonnöten sei, oder dass Herr Gevatter für die Aufgaben der Gesellschaft "fachlich nicht besonders vorgebildet" sei (SR K. Synek, Grüne), schließt sich die FWG angesichts der bisher erfolgreichen Arbeit Herrn Gevatters in der Event GmbH nicht an.

Die neue Konstellation der Geschäftsführer-Verteilung bedeutet eine finanzielle Entlastung für den "Konzern Stadt Passau". Würde Herr Gevatter auf der Erfüllung seines Vertrages bestehen, hätten wir in der fusionierten GmbH WAP/GGP drei Geschäftsführer und müssten einen vierten für die Event GmbH einstellen. Es entfällt außerdem noch ein Betrag in Höhe von ¤ 60.000, den die beiden bisherigen Geschäftsführer zusammen dafür erhielten, dass sie zusätzlich zu ihrer Tätigkeit in der GGP auf Wunsch der Stadt die Geschäftsführung der Event GmbH mit übernommen hatten.

 

Die FWG-Fraktion befürwortet allerdings die Befristung des Vertrages auf fünf Jahre. Dann nämlich können unter dem Aspekt der Ausweitung der Geschäftstätigkeit, des Umsatzes und des Geschäftserfolges und nicht zuletzt unter Berücksichtigung der Entscheidung der überörtlichen Prüfung, ob bei der Höhe der Vergütungen dem Gebot der Sparsamkeit entsprochen wurde, die Bedingungen und Vergütung des Geschäftsführervertrags neu diskutiert werden. Nach fünf Jahren steht vielleicht auch schon des Europäische Haus, und dann wird möglicherweise neben Herrn Gevatter als kaufmännischer Geschäftsführer noch einen zweiter, der als Intendant für den künstlerischen Bereich zuständig ist, gebraucht werden. Dann müsste auch über die Vergütung neu gesprochen werden.

 

Angemessenheit der Höhe der Geschäftsführer-Vergütungen

 

Die Fraktionen der ödp und der Grünen ziehen die Angemessenheit der in den städtischen GmbHs gezahlten Vergütungen in Zweifel. Nach SR K. Synek soll ein Geschäftsführer nach A16, d.h. mit circa ¤ 65.000, statt wie bisher mit ¤ 106.000 vergütet werden. Nach den Richtwerten der Geschäftsführer-Gehälter, die unter Berücksichtigung der Kriterien "Branchengruppe, Umsatz, Zahl der Beschäftigten, Höhe der Gehälter in gleichartigen Betrieben, und Erfolgs der Tätigkeit" entwickelt wurden und an denen sich auch das Finanzamt orientiert, ergibt sich für den Geschäftsführer der Event GmbH ein Gehalt zwischen ¤ 110.000 und 150.000. Nach diesen Richtwerten ist das übliche Gehalt sogar unterschritten und die Vergütung somit angemessen. 

 

Eine ganz andere Frage ist jedoch, ob die Geschäftsführer-Vergütungen nicht im Vergleich mit GmbHs , sondern in ihrer absoluten Höhe angemessen sind. In diesem Zusammenhang darf man gespannt sein, wie die überörtliche Prüfung die Höhe der vorliegenden Entgelte unter dem Gebot der Sparsamkeit beurteilen wird. Aber die Debatte über die absolute Höhe der Geschäftsführer-Entgelte im Zusammenhang mit der Geschäftsführerbestellung des Herrn Gevatter, der bis 2009 einen gültigen Vertrag hat, jetzt zu führen, hält die FWG für nicht zielführend.

 

Transparenz

Die FWG ist sich mit den Fraktionen der ödp und der Grünen darin einig, dass die Geschäftsführerbezüge gemäß der Gemeindeordnung offengelegt werden müssen. Mit Genugtuung stellt sie fest, dass dies nun im Zusammenhang mit der Bestellung des Herrn Joseph Gevatter zum alleinigen Geschäftsführer so beschlossen wurde.

 

Klaus Schürzinger, Mitglied des Aufsichtsrats der Event GmbH, 4.4.2006