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Die FWG informiert sich über den "Klostergarten".

Die FWG informiert sich über den "Klostergarten".

 

Die FWG ließ sich von Architekt Wenzl, Repräsentant der Planungsgemeinschaft Wenzl/Huber - Amann/Gittl - Mahl/Gebhart vor Ort, über die Planung des "Klostergartens" informieren.

 

Ausgehend davon, dass der "Klostergarten" umgeben von Zentralen Omnibushof, Universität, einem zukünftigen Konzerthaus, den Einkaufszentren der Neuen Mitte, Gastronomie und Büros aller Art mit erwarteten 30.000 Begehungen pro Tag ein Kristallisationspunkt städtischen Lebens und "ein Quartier der Vitalität" sein wird, wollen die Planer gegen die Verdichtung in seinem Umgriff einen Gegenpol der "Erholung, Ruhe, Poesie und dem Erlebnis der Jahreszeiten" setzen. Der Ort soll also nicht mit zu vielen Funktionen überfrachtet werden und somit Ruhe ausstrahlen.

 

Trotz der Beschneidung des Areals beträgt die Fläche des verbleibenden "Klostergartens" noch immer die doppelte Fläche des Domplatzes und wird schon durch die Qualität der eigenen Größe wirken.

 

In Anlehnung an den historischen Klostergarten mit seiner strengen, rechteckigen Felderstruktur haben sich die Planer für ein Baumkarree aus Lindenbäumen, das einen zentralen Platz bergend umrahmt, entschieden. Dieses Karree ist nur unterbrochen durch eine diagonal verlaufende Lücke, die in etwa dem Verlauf des unterirdischen Bahntunnels folgt. Die Bäume stehen im übrigen nicht "wie die Soldaten" in Dreierreihen, sondern die Perfektion des vollkommenen Karrees ist gebrochen durch ein leichte Verschwenkung der Baumreihen und eine Variation der Abstände zwischen den Bäumen. Nur wer nicht genau hinschaut, übersieht solch wohl-überlegte Details.

 

Der innere, etwa 50m mal 50 m große zentrale Platz ist in die Kritik geraten, weil er mit seiner wassergebundenen, sandigen Oberfläche nicht den Vorstellungen einer innerstädtischen Grünoase zum Beispiel der ödp entspricht und weil der "Garten" einer weiteren Veranstaltungsfläche geopfert" werde. Diese Freifläche ist aber nicht als Veranstaltungsort geplant - dazu fehlen Infrastruktureinrichtungen wie Strom- und Wasserversorgung - sondern als großzügige Verkehrsfläche für Fußgänger, die sich nicht in enge Wege gezwängt sehen, und auch als Ort der Kommunikation und des Ausruhens. Andererseits steht aber auch nichts dagegen, dass der Platz für Kunstinstallationen, ein Platzkonzert oder Ähnlichem genutzt wird.

 

Die Planer machen geltend, dass die robusten, dichten Kronen der Linden das ökologisch wertvollste Grün darstellen. Bäume schlucken Staub, spenden bei Hitze Schutz und lassen im Laufe der Jahreszeiten das Spiel von Sonne und Schatten und das Werden und Vergehen in der Natur erleben. Rasen dagegen verdorrt sehr schnell bei Trockenperioden, während die Bäume auch dann grün bleiben, wenn es länger nicht regnet. Für Blumenrabatten wird ohnehin gesorgt sein.

 

Ein Kinderspielplatz, umzäunt und ausgestattet mit den üblichen Geräten, stört dieses Konzept. Dennoch soll die Aufenthaltsqualität für Kinder durch Einrichtungen, die das Bedürfnis der Kinder nach Klettern, Laufen, Balancieren und Springen erfüllen, erhöht werden, ganz abgesehen davon, dass der freie Platz, die Räume zwischen den Baumstämmen, der begehbare Brunnen und der hochgelegte Wasserlauf zum Herumtollen einladen.

 

Die anwesenden Mitglieder der FWG waren sich einig, dass hier ein in sich stimmiger, in allen Details wohl-durchdachter Plan vorliege, auf dessen Verwirklichung sich die Passauer freuen dürfen. Die anwesenden Damen konnten sich vorstellen, dass sie auch nach Einbruch der Dunkelheit den Mut fänden, diesen lockeren übersichtlichen "Park" zu betreten, ganz im Gegensatz zu "englischer Parks" mit dichten Busch- und Baumgruppen in anderen Städten, die aus Angst vor zwielichtigen Gestalten von der Öffentlichkeit gemieden würden, sobald es zu dämmern beginnt.

 

 

 

Das Forum Passau bedauert die mangelnde Qualität der Planung des Klostergartens, moniert die Fehlende Ausschreibung der Planungsarbeiten und verlangt einen Wettbewerb.

 

Die FWG nimmt dazu wie folgt Stellung:

 

Alois Feuerer / Klaus Schürzinger Stadräte der Freien Wählergemeinschaft 24. August 2004

Stellungnahme zum Brief des FORUM PASSAU vom 22. August 2005 die Planung zum so genannten "Klostergarten" betreffend

 

Der Vorwurf eines "Gefühls von Mauschelei" wegen "nicht erfolgter Ausschreibung" ist unbegründet, verspätet und leichtfertig.

 

Der "Klostergarten" war Teil des städtebaulichen Wettbewerbs, den das Büro Morphologic gewonnen hat. Der Beitrag der Planungsgemeinschaft Wenzl&Huber - Amann/Gittl - Hannes Mahl-Gebhart zum Klostergarten wurde vom Preisgericht vor allem durch Prof. und Landschaftsarchitektin Valentin mit besonderer Anerkennung als sehr lobenswert gewürdigt und von der Stadt angekauft. Nachdem das Büro Morphologic ausgeschieden ist, hat man die obige Planungsgemeinschaft logischerweise mit der Planung des Klostergartens beauftragt. Zu behaupten das Büro Wenzl&Huber habe "mangels schöpferischer Erfahrung ... diesen Auftrag an einen Landschaftsarchitekten in München" weitergegeben, ist angesichts der Tatsache, dass Mahl-Gebhart selbst Teilnehmer des Wettbewerbs ist, ehrenrührig. Es ist grob fahrlässig, einen solchen Vorwurf ungeprüft weiter zu verbreiten. Natürlich ist die Planungsgemeinschaft beauftragt worden und nicht allein das Büro Wenzl&Huber. 

 

Auch der Vorschlag, einen Wettbewerb auszuschreiben, wenn schon einer stattgefunden hat, ist abwegig und damit auch der Vorwurf an die Stadt, man hätte ausschreiben müssen.

 

Das Forum Passau bedauert den Vorwurf  "mangelnder schöpferischer Erfahrung" an das Architekturbüro Wenzl & Huber , steht nun "einigen Aspekten der Planung positiv gegenüber", kritisiert aber im Wesentlichen drei Punkte.

 

In einem Brief an die Stadträte rückt das Forum Passau  nach einem intensiven Gedankenaustausch mit Herrn Architekt Wenzl von seiner Meinung ab, dass der Planungsentwurf für den "Klostergarten" "nichts, was qualitativ über das Mittelmaß hinausragt", enthält und bedauert den Vorwurf der "mangelnden schöpferischen Erfahrung".  

 

Es steht nun "einigen Aspekten der Planung positiv gegenüber" , kritisiert aber im Wesentlichen drei Punkte:

 

1. Die Öffnung der Baumreihen geschieht wegen des   

    Bahntunnels. Sie wirkt - da das ja niemand weiß -

    beliebig und ist an der falschen Stelle. Hier wäre

    zumindest Platz für "Kunst am Bau"; sie müsste in

    einem Wettbewerb die Aufgabe gestellt bekommen,

    diese Lücke optisch und akustisch zu schließen.

 

2. Der Zugang gehört eher als Öffnung dorthin, wo jetzt

    der Fußgängerüberweg von der Universität auf die

    Baumreihe trifft.;

 

3. Der von den Baumreihen gerahmte Platz darf nicht als

    Mehrzweckfläche umgestaltet und mit Kies oder

    Ähnlichem befestigt werden. Wenn mit Hilfe der

    Baumreihen eine vom Verkehr abgeschirmte Zone

    geschaffen werden soll, dann gehört in diesen

    Ruhebereich Grün und die versprochene parkähnliche 

    Gestaltung! Für wenige Veranstaltungen diesen Platz

    "leer" zu lassen, halten wir für falsch: