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Verkehrsproblem. Was tun?

„Es gibt für Passaus Verkehrsprobleme kein Patenrezept, das die im Stadtrat vertretenen Fraktionen jetzt „aus dem Hut zaubern“ könnten, zumal Stadträte keine ausgewiesenen Verkehrsexperten sind.

Die Angst vor einem Verkehrsinfarkt, zumindest in den Stoßzeiten und bei Störungen durch Unfälle, verlangt nach machbaren Lösungen und provoziert den Vorwurf der Untätigkeit an die Stadtverantwortlichen i.S. Verkehr.

Bei der schwierigen Passauer Topographie mit drei Flüssen löst das Drehen an ausgewählten Stellschrauben nicht die Verkehrsprobleme der Stadt, da das Drehen an einer Stellschraube wohl punktuell Probleme lösen kann, aber anderer Stelle möglicherweise zu Verschlechterungen führt.

Das vom Bundesministerium für Verkehr in Auftrag gegebene Gutachten prognostiziert bis 2030 eine Zunahme des motorisierten Individualverkehrs um 9,9 Prozent und des LKW-Verkehrs um 70 Prozent bis zum Jahr 2025. Wenn nichts geschieht, wird es in Passau nicht bei den täglich 25.000 (!) Einpendlern und bei einem Schwerverkehrsanteil von fast 1.400 Lkws auf der B 12 bleiben!

Die klassische Verkehrspolitik reagiert auf die Zunahme des Straßenverkehrs durch den Aus- und Neubau von Straßen und Brücken.

Typisches Beispiel dafür ist der im Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehene Bau der Nordtangente als Umfahrung von Passau!

Diese Art von Politik löst seit mehr als 40 Jahren keine Verkehrsprobleme, sondern erzeugt stets neue. Statt Lösungen zu zeitigen, führt diese Politik zu immer neuen Staus und beeinträchtigt die Lebensqualität von immer mehr Menschen durch Lärm, Luftverschmutzung, Flächenfraß und Naturzerstörung!

Die FWG Passau fordert daher eine Abkehr von dieser Politik. Der Dominanz des Autos muss eine Gleichberechtigung der Fortbewegungsmittel entgegen gestellt werden.

Dies könnte sich die FWG Passau wie folgt vorstellen:

-          Optimierung des örtlichen ÖPNV-Angebots und einen ÖPNV-Verkehrsverbund mit den Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau

-          Verbilligte ÖPNV-Jahreskarten, finanziert nicht durch die Kommune, sondern mit Landes- und Bundesmitteln

-          Einrichtung -wie von den Angerern angeregt- sog. Umsteigezentren an den Einfallstraßen der Stadt Passau mit einem „finanziell und zeitlich unschlagbar attraktiven“ Angebot für den Weitertransport in die Stadt Passau

-          Nutzung alle rechtlichen Möglichkeiten für die Verringerung des LKW-Durchgangsverkehrs, Verweis auf den Autobahnzubringer Aicha v. Wald und Ertüchtigung der bereits vorhandenen Nordumfahrung

-          Förderung des Rad- und Fußgängerverkehrs, auch auf Kosten des Verkehrsraumes für motorisierten Individualverkehr

-          Einbezug des von der FWG Passau schon einmal ins Gespräch gebrachten Wassertaxis in die Überlegungen ebenso wie die evtl. Neuerrichtung ehemals vorhandener Fährverbindungen

-          Erhaltung der Leistungsfähigkeit des bestehenden Straßennetzes durch punktuelle Optimierungen und Errichtung eines seit langem von der FWG geforderten Verkehrsleitsystems, welches ein zügiges Fahren ohne Halt an den Ampeln ermöglicht

-          Einbindung der Passauer Polizei und der in Passau tätigen Taxi- und Busfahrer sowie der Fahrschulen in die Beratung des Verkehrskonzeptes

-          Verwendung von sog. Mitfahr-Apps zur Bildung von Fahrgemeinschaften

-          Versetzte Öffnungszeiten für Behörden, Ämter und Schulen, um den Verkehr zu den Stoßzeiten zu entzerren

Es erscheint der FWG Passau sinnvoll ein Verkehrsgesamtkonzept bei einem externen Verkehrsbüro in Auftrag zu geben, welches dann die aktuellen Zahlen mit den bereits initiierten Maßnahmen abgleicht, Änderungen und Verbesserungen vorschlägt oder gänzlich neue Gesichtspunkte ins Spiel bringt, die es dann aber auch gilt umzusetzen.