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SR S.Kapfer fordert Kunststoffbahn auf Oberhaus

SR Siegfried Kapfer fordert den Bau einer Kunstoffbahn auf dem Sportgelände auf Oberhaus.

Daniela Pledl berichtet im Lokalteil der Passauer Neuen Presse vom Montag, den 12. August:

"Massiv verletzungsträchtig", "absolut leistungsfeindlich" und regelrecht "gesundheitsgefährdend" - diese scharfen Worte findet Stadtrat Siegfried Kapfer, sportlicher Leiter der LG-Passau und niederbayerischer Kampfrichterobmann, für die Aschenbahn auf Oberhaus. Er fordert endlich Taten in Form einer neuen Kunststoffbahn - die ist 2008 erstmalig  auch beschlossen worden. Eigentlich.

Wegen fehlender Mittel und anderen priorisierten Bauprojekten, insbesondere im Zuge des Hochwassers, wurde eine neue 400-Meter-Kunststofflaufbahn auf der Sportanlage mehrfach hinausgeschoben. Eine Fertigstellung war zunächst im Jahr 2013 vorgesehen, spätestens aber mit dem Bauabschluss der Mehrfachturnhalle in der Neuburger Straße, die mittlerweile erfolgt ist.

Die jetzige Aschenbahn beschere dem Platzwart enorm viel Arbeit und koste zur Instandhaltung viel Geld. Bei starkem Regen werde der Belag abgespült und gefährliche Rinnen entstehen, so Kapfer.

Dieselben Probleme schilderte 2007 schon Stadtrat und ehrenamtlicher Verwalter des Sportplatzes Oberhaus, Alois Feuerer, in einem Antrag. Auch dass bei trockenem Wetter beeinträchtigende Treibsandschichten entstehen, wurde damals moniert. Die "Uralt-Ziegelmehl-Laufbahn" galt schon damals als "längst nicht mehr zeitgemäß".

Auch heuer beim traditionellen Passauer Behördensportfest, beim Sommerbiathlon der DJK-Eintracht Passau und beim Bayerischen Landesschulsportfest zeigten sich die Probleme wieder.

"Staub, wohin man schaute", klagte etwa Peter Fahrnholz, 1. Vorsitzender der LG Passau, hinsichtlich des Behördensportfestes auf der LG-Homepage. Man habe sich unfreiwillig an das Karnevalslied "die Karawane zieht weiter, der Sultan hat Durst", erinnert gefühlt. Selbst die Autos auf dem angrenzenden Parkplatz waren rot überzogen. "Ein leichter Wind sorgte für eine gleichmäßige Verbreitung".

Die Forderung der LG: "Ein Kunststoffbelag muss her! Schul- und Vereinssport haben es verdient." Das Problem sei stadtbekannt. Immerhin gebe es bereits Planungen, sodass noch keine "Fridays for Oberhaus-Sport" geplant seien. Vorerst. Fahrnholz appelliert: "Pack ma's an!"

Von konkreten Baumaßnahmen ist man im Rathaus aber noch einigermaßen entfernt. Sprecherin Katrin Schmöller verweist auf PNP-Anfrage auf den Beschluss vom 28. Oktober 2017, in dem der Ausschuss für Schulen und Sport beschlossen hat, dass die Verwaltung im Jahr 2018 die Planung für die Sanierung der Sportanlage Oberhaus vornehmen soll. Im Haushalt 2018 wurden dafür 50 000 Euro bereitgestelllt und in der Folge im Haushalt 2019 nochmals 100 000 Euro.

"Die Fachplaner sind derzeit mit der Grundlagenuntersuchung, die sich aufgrund des felsigen Untergrunds aufwändig gestaltet, und der Untersuchung verschiedener Varianten beschäftigt. Fest steht, dass der Platz es erlaubt, eine Rundbahn mit vier Bahnen sowie eine 100-Meter-Sprintstrecke mit sechs Bahnen zu errichten. Kunststoffbahnen werden hier als Alternative mit untersucht. Im Zuge der Planungen wird auch untersucht, welche Verbesserungen beim vorhandenem Fußballplatz möglich wären. Für die Haushaltsberatungen 2020 sollen den zuständigen Stadtratsgremien belastbare Zahlen als Entscheidungsgrundlage vorgelegt werden."

Auch an den Schulen - die Gymnasien Niedrnburg und Leopoldinum nutzen die Sportanlage auf Oberhaus regelmäßig (das Auersperg-Gymnasium  nur immer mal wieder) - ist man mittlerweile ungeduldig.

"Seit mehr als zehn Jahren wird uns eine neue Bahn versprochen. Bei jedem Regenguss wird sie ausgeschwemmt. Die Verletzungsgefahr ist dann sehr groß, weil sie sehr uneben ist", sagt etwa Ursula Mairinger, stv. Schulleiterin am Niedernburg-Gymnasium und Fachvorsitzende Sport. Leistungsabnahmen würden zudem verfälscht durch die äußeren Bedingungen. "Es ist eine Schand'." Auch die Tartanbahn, die Hartbahn am unteren Platz auf der anderen Seite der Oberhaus-Sportanlage, habe große Risse und gefährde die Schüler.

Markus Birner, Schulleiter am Leopoldinum, das die Aschenbahn im Frühjahr und im Sommer in jeder Jahrgangsstufe nutzt - zu Ausdauertrainings und -tests und beim Sportfest im Rahmen der Bundesjugenspiele - sagt: "Der Zustand der Aschenbahn erschwert natürlich den Schülern gute Leistungen zu erbringen. Die Bahn ist uneben und der Untergrund in keinem guten Zustand. Auch eine Bahnführung wäre wünschenswert." Christian Zitzl, Schulleiter am Auersperg-Gymnasium, berichtet zwar, dass seine Schule nicht ganz so oft "oben" vertreten sei. Es aber vielleicht öfter wäre, wenn die Bedingungen besser wären. Eine Verbesserung sei sehr wünschenswert. "Auf einer Aschenbahn läuft keiner gerne. Die ist eigentlich aus der Zeit gefallen."