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Radlerfrust auf der Neuburger Straße

Radlerfrust auf der Neuburger Straße

Vor etlicher Zeit fuhr ich mit dem Rad bei dichtem Verkehr die Neuburger Straße stadtauswärts entlang in Richtung Kreuzung Neuburger/Danziger Straße.

Plötzlich drückte mich ein Auto derart von der Straße, dass ich knapp einen Sturz vermeidend, mich gerade noch auf den Gehweg retten konnte. Wutentbrannt verfolgte ich das Auto, erreichte es wegen Rothalt vor der Ampel, trommelte gegen das Seitenfenster und schrie den Fahrer an: "Wollen Sie mich umbringen?“ Der brüllte zurück: „Sie Rindvieh! Fahren Sie auf den Radweg, wo Sie hin gehören!“ Den Radweg aber gibt es nicht.

Neulich fuhr ich an derselben Stelle verbotswidrig auf dem Gehweg – immerhin waren keine Fußgänger unterwegs – am Autostau zwischen der Metzgerei Königsbauer und der Kreuzung Neuburger/ Danziger Straße entlang und querte zwischen zwei stehenden Autos die Rechtsabbiegerspur zur Danziger Straße, um auf die Verkehrsinsel an der Kreuzung zu gelangen. Da kurbelte der Fahrer des stehenden Autos, an dessen Nase ich gerade vorbeigefahren war, das Fenster herunter und rief mir erbost zu: „Sie sind auf einem Gehweg gefahren! Da haben Sie als Radfahrer nichts zu suchen!“

Ich muss gestehen, der Mann hat Recht. Ich bin also einer der Radfahrer, die sich an keine Regeln halten und die, statt sich hinter den stinkenden Autos in den Stau einzureihen, sich an ihnen vorbei bis zur Stauspitze vor schwindeln.

Was soll ich tun? Das Radeln auf der Neuburger Straße wenigstens zu Stoßzeiten aufgeben? Mich schön brav in den Autostau einreihen?

Beides wäre nicht nötig, wenn es dort einen Radweg gäbe, wie er seit Jahren mit höchster Priorität im Radverkehrskonzept der Stadt vorgesehen ist.  Vielleicht wäre dann auch die Autowarteschlange an der Kreuzung Neuburger / Danziger Straße nicht mehr so lang, weil mehr Leute das Autos zuhause stehen lassen und mit dem Rad fahren würden.

Klaus Schürzinger