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Protest am Gütlbauerweg

Protest am Gütlbauerweg

Der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Passau empfahl in seiner Sitzung vom 18.07.2017 mit einer Mehrheit von 8 zu 5 Stimmen dem Plenum, der 23. Änderung des Bebauungsplans „Gütlbauerweg“, die den Anschluss von 31 Einfamilien- bzw Doppelausparzellen an den Gütlbauerweg beinhaltet, zuzustimmen. Dieser wird das wohl auch mehrheitlich tun.

Die Einschätzung der Auswirkungen dieser Maßnahme auf die Verkehrsbelastung des Gütlbauerwegs seitens der Anwohner und seitens der städtischen Verkehrsplanung und des Verfassers des Umweltberichts klafft weit auseinander.

Bürger B stellt fest, dass das Nadelöhr Gütlbauerweg durch den Mehrverkehr „extrem überlastet ist und gerade zu Stoßzeiten (Schulbeginn/ Mittagszeit) noch stärker belastet“ wird.

Bürger D gibt zu bedenken, dass dem Gütlbauerweg „der Verkehrsinfarkt“ drohe, wenn das Neubaugebiet nicht „nahe der Grundschule Haidenhof (über die Südtiroler Straße) an die Neuburger Straße angebunden werde.

Der Bund Naturschutz befürchtet „eine zu starke Verdichtung der Bebauung an dieser Örtlichkeit“ und empfiehlt die Streichung der geplanten Bebauung südlich der Stichstraße vom Gütlbauerweg. Denn die „Verkehrsbelastung hat schwere negative Auswirkungen: Lärm. Staub und Abgase in einem bereits jetzt belastetem Gebiet“.

Stadtrat Andreas Dittlmann, selbst Anwohner in einer der Nebenstraßen des Gütlbauerwegs, wird in der pawo vom 28.07.2017 zitiert mit den Worten: „Und dieses Nadelöhr (Gütlbauerweg) schlängelt sich dann zu Passaus blödester Kreuzung, nämlich zur Neuburger Straße/ Danziger Straße. Wer da vom Gütlbauerweg raus möchte, der steht schon mal sechs oder sieben Ampelphasen lang“.

Dem widerspricht klar die Stellungnahme der städtischen Verkehrsplanung. Darin wird festgestellt, dass „gerade der Gütlbauerweg, der zusammen mit der Danziger Straße freigeschaltet wird, noch über ausreichend Reserven in der Grünphase“ verfügt. Laut Auskunft des Signaltechnikers werde sich der Mehrverkehr im Gütlbauerweg nicht auf die Leistungsfähigkeit am Knoten auswirken. „Die für die Spitzenstunde errechneten zusätzlichen 20 Kfz sind bezogen auf die Leistungsfähigkeit des Knotens nicht wahrnehmbar. Umgerechnet auf einen Signalumlauf verursacht das Plangebiet ein zusätzliche Belastung von 0,66 kfz.“

Um sich selbst ein Bild von der Verkehrsbelastung an der Ampel aus dem Gütlbauerweg in die Neuburgerstraße zu machen, hat FWG Stadtrat Klaus Schürzinger am 18.07.2017 selbst den Verkehr von 7 bis 8 Uhr gezählt.

Bei 43 Phasenumläufen ergab sich folgendes Bild:

  • Keine wartenden Kfz bei 11 Rotphasen

  • 1 wartendes Kfz bei       12 Rotphasen

  • 2 wartende Kfz bei         11 Rotphasen

  • 3 wartende Kfz bei           5 Rotphasen

  • 4 wartende Kfz bei           3 Rotphasen

  • 5 wartende Kfz bei           1 Rotphase

 

Insgesamt fuhren in der Stunde von 7 bis 8 Uhr 66 Kfz aus dem Gütlbauerweg in die Neuburger Straße aus. Bei jeder Grünphase wurde der Wartebereich geräumt. Niemand musste zwei Ampelphasen abwarten. Das Ergebnis dieser Zählung entspricht ziemlich genau der von der Verkehrsplanung am 20.06.2017 veranlassten Verkehrszählung am selben Ort, bei der 59 Ausfahrer gezählt wurden.

Die FWG-Fraktion ist auf Grund dieser Verkehrszählungen überzeugt, dass die Verkehrsmehrung, die in den Spitzenstunden auf 20 Kfz und für den ganzen Tag auf 200 Kfz geschätzt wird, auf Grund der bestehenden Reserven an der Ampel und der Breite des Gütlbauerwegs verträglich zu bewältigen sein wird. In Abwägung der Interessen der Bauwilligen und der Anwohner des Gütlbauerwegs wird die FWG-Fraktion im Plenum für die Änderung des Bebauungsplans „Gütlbauerweg“ stimmen.

Klaus Schürzinger

19.07.2017