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Güterverkehr auf der Ilztalbahn

Das Geschäftsmodell der Ilztalbahn sieht als 1. Stufe die Einführung eines Freizeit- und Tourismusverkehrs vor. Die Stufe ist längst erklommen.

Der Schienengüterverkehr, die 2. Stufe, ist seit kurzem angelaufen. Nach derzeitigen Prognosen werden bis zu 100.000 Festmeter des durch den Sturm verursachten Langholzes im Laufe der nächsten Monate auf der Schiene von Waldkirchen nach Passau transportiert. Das Straßennetz Passaus wird dadurch entlastet.

In Anerkennung dieser Leistung hat sich die FWG Passau dem gemeinsamen Antrag der Stadt Passau von SPD, ÖDP, Bündnis/90/Die Grünen angeschlossen, der Ilztalbahn GmbH einen einmaligen Zuschuss von 50.000 EUR zur Bewältigung der Schäden durch Hangrutsch und Sturm zu gewähren. Denn die Stadt Passau profitiert vom touristischen Angebot und der Entlastung ihres Straßennetzes vom Holzverkehr durch die Ilztalbahn.

Die Verwirklichung der 3. Stufe des Geschäftsmodells, des täglichen Schienenpersonennahverkehrs im Stundentakt, welcher nach Aussagen von Prof. Dr. Thomas Schempf "im Fokus" der Bestrebungen der Ilztalbahn liegt, jedoch macht Probleme.

Es fehlt zum einem die Potentialanalyse, die den zu erwartenden Auslastungsgrad des Angebots ermitteln soll. Die entscheidende Voraussetzung für eine Bestellung und Finanzierung des Regelverkehrs durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) ist der nicht einfach zu erreichende Wert von 1.000 Personenkilometer pro km Strecke, das heißt z.B., 1.000 Personen müssen die gesamte Strecke pro Tag befahren oder 500 Personen hin und zurück, oder 1.000 Personen nützen die Hälfte der Strecke hin und zurück. Dieser Wert wurde festgesetzt, weil Beförderungszahlen unter diesem Wert von einem stündlich verkehrenden Bus um das Vielfache ökologischer und billiger bewältigt werden können.

Zum anderen besteht ein Problem darin, dass bei einem stündlichen Regelverkehr die Gefahr besteht, dass der Schienengüterverkehr eingestellt werden muss, weil dann - so Prof. Schempf -  "die Strecke ohnehin voll belegt wäre und Güterverkehr nicht möglich" sei.

Klaus Schürzinger,

23.11.2017