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Georgsbergtunnel

Georgsbergtunnel: Die FWG bezieht Stellung

Der „Initiativkreis Georgsbergtunnel, Heinz Jacob - Willi Schmöller - Jürgen Hellwing“ hat am 11. Oktober 2018 im Saal des „Gasthofs Spetzinger“ in Salzweg seine Vorstellung von der Verkehrsentlastung der Angerstraße und der Freyunger Straße durch einen Tunnel durch den Georgsberg (Oberhaus-Berg) vorgestellt.

Die vorgesehene Trasse führt von der sog. „Reischlkurve“ auf der B12 zu einer Brücke über die Ilz und von dort über/unter die Halser Straße in ein Tunnel durch den Georgsberg.

Der Tunnel endet an der Nordrampe der Schanzlbrücke in einem Kreisverkehr.

Aufgrund der möglichen Verkehrsentlastung auf der Angerstraße und der Freyunger Straße begrüßte die FWG Passau diese Idee, hat aber von Beginn an auf die Notwendigkeit einer Machbarkeitsstudie hingewiesen, um auch sicher zu gehen, ob die Idee überhaupt zu verwirklichen ist. Leider steht eine solche Machbarkeitsstudie samt Untersuchung der verkehrlichen Auswirkungen immer noch aus.

Unter dem Namen „B 388 Passau Georgsbergtunnel“ wurde das Projekt im Bundesverkehrswege-plan 2030 (BVWP) angemeldet. Leider wurde es nur in die Liste „Sonstige Projekte, die nicht Bestandteil des BVWP 2030 sind“ aufgenommen und wegen fehlender Dringlichkeit und als Variante einer Nordumfahrung Passaus ausgeschieden. Zum Ärger der Stadt Passau liegen keinerlei Unterlagen bzw. Voruntersuchungen zur verkehrlichen Wirkung, zu Kosten, zu Umweltbeeinträchtigungen etc. für dieses Vorhaben vor. Auch auf Nachfrage beim Staatlichen Bauamt konnten der Stadt keine Unterlagen zur Verfügung gestellt werden. Gründe gegen die Aufnahme des Vorhabens in den BVWP wurden nicht dargelegt und begründet.

 

Folgende Gründe veranlassen die FWG Passau, das Projekt nicht weiter zu verfolgen:

  • Der Georgsbergtunnel ist nicht Teil des BVWPs 2030. Damit entfällt zumindest für das nächste Jahrzehnt eine Finanzierung durch den Bund, womit eine Realisierung des Projekts bei geschätzten 250 Mio EURO allein aus finanziellen Erwägungen heraus unmöglich ist.

  • Nach Einschätzung des Staatlichen Bauamts ist der Anschluss des Tunnels am nördlichen Brückenkopf der Schanzlbrücke auf Grund der zwei Verkehrsniveaus äußerst komplex und erfordert den Abriss mehrerer Anger-Häuser.

  • Der von Herrn Heinz Jacob in Salzweg angeführte ungehinderte Fluss des Verkehrs über den Kreisverkehr in die Stadt und den Autobahnzubringer ist anzuzweifeln. In einem Merkblatt der technischen Universität Karlsruhe wird die Kapazität eines 1-streifig und 2-streifig befahrbaren Kreisverkehrs mit 900 Kfz pro Stunde angegeben und das auch nur, wenn Fußgänger (z.B. Schüler und Schülerinnen zum Gymnasium Freudenhain!) und Radfahrer dabei keine Rolle spielen.

  • Der Bau einer möglicherweise aus Emissionsgründen einzuhausenden Brücke im Bschüttbereich ist ein zerstörerischer Eingriff in das Landschaftsbild der Ilztales und mindert ganz erheblich die Lebensqualität der Bewohner der Halser Straße, der Stromlänge, der Straße am Bramhof und der Ilzleite sowie den Erholungswert des neu sanierten Kanuheims inkl. öffentlichem Campingplatz des TV Passau 1862 und des Bschütt- Freizeitgeländes.

  • Die zu erwartende Verkehrsmenge von annähernd 30.000 Fahrzeugen pro Tag und die Länge des Tunnels von 1,6 km erfordern den Bau zweier Röhren für die Aufnahme des Verkehrs und die Möglichkeit einer Rettungsgasse.

Wie sich bei der Veranstaltung in Salzweg zeigte, bestehen auf Seiten der Betroffenen eine Menge ungeklärter Fragen. Alle waren sich jedoch darüber einig, dass in einem „Dialogforum Nordumfahrung Passau“ alle Möglichkeiten einer Verbesserung der schwierigen Verkehrssituation in Passau vorurteilslos diskutiert werden müssen.

Dem will sich auch die FWG Passau nicht verschließen nach dem Motto des Passauer Verkehrsentwicklungsplans „den notwendigen Verkehr zuzulassen - den nicht notwendigen Kfz-Verkehr durch Förderung des ÖPNV, Park and Ride und des Radverkehrs zu mindern“.

FWG Passau-Fraktion


Max Moosbauer, Sprecher der Bürgerinitiative "Die Angerer" hat sich in der pawo zum Thema Georgsbergtunnel zu Wort gemeldet: "Wir sehen den Georgsbergtunnel nicht als geeignete Maßnahme, um die katastrophalen Verkehrsverhältnisse am Anger zu verbessern. ... Der Tunnel wird wie ein Magnet den Verkehr noch mehr anziehen und dieser wird spätestens an, auf und nach der Schanzlbrücke in der Stadt im Stau-Desaster enden... ganz abgesehen davon, dass dann am Eggendobl etliche Häuser der Abrissbirne zum Opfer fallen würden."

Die Angerer verlangen "Umsteigezentren" vor den Toren der Stadt. Von dort könnten die Pendler mir Pendelbussen in dichter Folge, mit E-Bikes und E-Rollern in die Stadt gelangen. Auf lange Sicht wünschen sie sich die Realisierung ihres von ihnen entwickelten "Stadttunnels", der den Verkehr "zwischen Ilzstadt, Anger und Hacklberg einfach eine Etage tiefer legt." Dann könnte sich am Anger wieder neues Leben entwickeln.