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Ausbau des Neutorgrabens

 

Stadtrat Matthias Koopmann von der Passauer Liste hat die Stadtverwaltung gebeten zu untersuchen, ob zum einen durch den Ausbau des Neutorgrabens als Hauptverkehrsachse die Schmiedgasse in eine verkehrsberuhigte Anliegerstraße umgewidmet werden könnte und zum anderen, ob die Kräutlsteinbrücke als zweispurige Straßenbrücke für ausschließlichen Bus- und Lkw-Verkehr ausgebaut werden könnte.

Die Vorstellung, dass die Schmiedgasse vom Durchgangsverkehr befreit werden könnte und damit als Flaniermeile wieder Aufenthaltsqualität gewänne, ist verlockend.

Der Ausbau des Neutorgraben als Hauptverkehrsachse wurde bereits im August 1999 vom Büro Inovaplan /Prof.Zumkeller untersucht. Dabei ergaben sich schwerwiegende Probleme.

  1. Das Haus an der Ecke Mariahilfstraße / Schmiedgasse muss mindestens zur Hälfte abgebaut werden, um die nötige Straßenbreite zu erreichen.

  2. Die Regelung der Verkehrsströme an der Kreuzung Jahnstraße / Mariahilfstraße / Römerstraße bereitet besondere Schwierigkeiten.

  3. Der enge Radius der Kurve vom Neutorgraben in die Mariahilfstraße zwingt Lkws dazu, die Gegenfahrbahn zu benutzen. Es ergeben sich also dieselben Schwierigkeiten, wie sie jetzt bei der Einmündung der Schmiedgasse in die Mariahilfgasse bestehen.

  4. Das Nebengebäude samt Parkflächen im Süden des Neutorgrabens müssen entfernt werden, um den Neutorgraben nach Süden versetzen zu können.

  5. Durch eine Verlagerung des Neutorgrabens nach Süden fließt zwar der Verkehr nicht mehr unmittelbar an dem großen Wohngebäude im Norden des Neutorgrabens vorbei, aber diese Verlagerung der Straße macht ein Lärmgutachten erforderlich. Bei dem zu erwartenden großen Verkehr werden die vorgeschriebenen Grenzwerte zum Schutze der Bewohner gegen Lärm nicht ohne den Bau einer unschönen und teuren Lärmschutzwand einzuhalten sein.

  6. Weitere zwei Häuser im Süden des Neutorgrabens müssen abgerissen und private Grundstücke müssen erworben werden.

  7. Stadtauswärts fahrender Verkehr kann nicht in den Innstadtkellerweg einfahren

  8. Die enge Kurve auf Höhe des Innstadtkellerwegs zwingt stadteinwärts fahrende Lkws dazu, auf die Gegenfahrbahn auszuweichen.

  9. Ein wünschenswerter Fußgängerüberweg auf Höhe des Eingangs zur Wallfahrtsstiege ist auf Grund der Verkehrsdichte problematisch.

Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, den Ausbau des Neutorgrabens dennoch noch einmal zu untersuchen.

Auch der Ausbau der Kräutlsteinbrücke wurde bereits einmal untersucht. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass die Bayerische Regional Eisenbahn die Bahnstrecke gepachtet hat und daher eine Genehmigung des Umbaus der Kräutlsteinbrücke erteilen müsste, hat die Untersuchung ergeben, dass der Umbau der Kräutlsteinbrücke teuerer käme als deren Neubau an anderer Stelle.

Die mit der Nutzung des Neutorgrabens als Hauptverkehrsachse verbundenen gravierenden Probleme lassen eine Realisierung einer solchen Nutzung als unwahrscheinlich erscheinen.

 

Klaus Schürzinger,

07.03.2016