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Anmerkungen zum Radverkehrskonzept

SR Klaus Schürzinger hat gegenüber Frau Perlitius vom Verkehrsingenieurbüro PGV-Hannover, die im Auftrag der Stadt Passau mitverantwortlich das Radverkehrskonzept erstellt hat, zu zwei Themen - Innbrückgasse und Hängebrücke - Stellung genommen.

Innbrückgasse

Sehr geehrte Frau Perlitius,

Beim Studium des Verkehrskonzeptes fällt mir auf, dass auf Seite 77ff  unter 6.4.3. festgestellt wird, dass die Innbrückgasse als Einbahnstraße in Richtung Westen ausgewiesen sei. Eine Freigabe in Gegenrichtung sei nicht vorhanden, sodass die Radfahrenden in Richtung Osten ihr Rad durch die Innbrückgasse schieben müssten. Bei der durchgeführten Zählung seien trotz der Einbahnregelung in Richtung Osten über 200 Personen regelwidrig gegen die Einbahnrichtung gefahren.

Ich gestehe, dass auch ich lange dieser Meinung war, bis wir in Passau eine sogenannte unechte Einbahnstraße einrichteten, die zwar die Einfahrt von einer Seite verbietet, aber innerhalb der Straße den Zweirichtungsverkehr erlaubt, wenn der blaue Einbahnstraßenpfeil (Nr 220-20) am anderen Ende der Einbahnstraße fehlt.

Dieser Einbahnpfeil fehlt, so stellte ich fest, am östlichen Ende der Innbrückgasse. Ob der vergessen wurde, oder ob man der in der Innbrückgasse befindlichen Domschreinerei die Möglichkeit bieten wollte, sperrige Ladungen nicht durch den engen Innbrückbogen, sondern nach Osten fahren zu können, weiß ich nicht.  Eine Freigabe der Einbahnstraße für den Radverkehr wurde abgelehnt, weil die unübersichtliche Einfahrt in den Innbrückbogen zu gefährlich erschien.

Jedenfalls befahre ich seitdem nach Schieben um den Innbrückbogen herum die Innbrückgasse ostwärts im Bewusstsein, nichts Regelwidriges zu tun. Das Rechtsamt der Stadt Passau und der OB J. Dupper hat diese meine Auffassung im Plenum des Stadtrates bestätigt.

Da die Realisierung Ihres Vorschlags auf Einrichtung einer Fahrradstraße noch lange dauern wird, bin ich darauf bedacht, die beschriebene Rechtslage zu verbreiten. Dabei ist Ihre Rechtsauffassung ein Hindernis.

Mit freundlichen Grüßen,

Klaus Schürzinger

Stadtrat für die Freie Wählergemeinschaft Passau

 

Hängebrücke

Sehr geehrte Frau Perlitius,

Betrifft:  63. Prinzregent-Luitpold Brücke / Angerstraße

63: Ich sehe durchaus Handlungsbedarf für den Radverkehr Richtung Norden auf der Hängebrücke.

Die Radaufstellfläche am nördlichen Brückenkopf ist für Radfahrende bei wartender Autoschlange nicht erreichbar, da wegen eines fehlenden Schutzstreifens die Autos direkt am Fahrbandrand stehen.  Diese für Radfahrer sehr unerfreuliche Situation, nämlich in der Autoschlange warten zu müssen, ist sehr oft und in den Stoßzeiten immer der Fall.

Zusätzlich ist es für den/die Radfahrer/in nicht einsehbar, warum er/sie, auf der Radaufstellfläche wartend, die Grünphase für den Autoverkehr auf der Hängebrücke abwarten soll, wo sie/er doch nur nach rechts auf den Geh- und Radweg abbiegen will, wo er den Kfz-Verkehr auf der Angererstraße gar nicht berührt.

Die meisten Radfahrer/innen reagieren so:

Sie überholen die Autoschlange links, um die Aufstellfläche zu erreichen. Dies ist aus zwei Gründen gefährlich: Es kann zum einem ein Bus entgegenkommen oder es setzt sich zum anderen die Autoschlange wegen Grünphase während des Überholvorgangs des/der Radfahrers/in in Bewegung und er/sie wird mitten auf der Brücke von Autos rechts überholt.

Außerdem biegen sie oft trotz roter Ampel nach rechts auf den Geh- und Radweg ein, ohne auf der Radaufstellfläche die Grünphase abzuwarten.

Oder sie reagieren so:

Sie nutzen verbotenerweise den Gehweg über die Brücke und ersparen sich so dabei auch noch die Wartezeit an der roten Ampel.

Meine Vorschläge:

1. Einrichtung eines Schutzstreifens auf der östlichen Seite der Brücke, um für Radfahrende das Erreichen der Radaufstellfläche bei wartenden Autos zu ermöglichen.

2. Die Einrichtung eines grünen Pfeils für Radfahrende, der bei Rot das Rechtsabbiegen in den Geh- und Radweg auf der Angererstraße ermöglicht .

3. Wiederaufnahme des Baus des Geh- und Radtunnels durch den Georgsberg, der wegen eines negativen Bürgerbegehrens gestoppt wurde. Die jetzige Führung des Radverkehrs durch den nördlichen Durchbruch ist lebensgefährlich. Bei hellem Tageslicht ist der Autofahrer bei der Einfahrt in den dunklen Durchbruch einen Moment wie blind und kann einen Radler übersehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Klaus Schürzinger