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Alternativroute für den Radtunnel

Alternativroute für das abgelehnte Radtunnel

Das Trio, Alt-OB Willi Schmöller, Heinz Jacob und Jürgen Hellwing, die Initiatoren des erfolgreichen Bürgerentscheids gegen ein geplantes Geh- und Radtunnel durch den Georgsberg, beklagen, dass trotz der Forderung des Bürgerentscheids für die Suche nach einer Alternativroute nichts geschehen sei und schlagen ihrerseits selbst eine Alternativroute vor.

Dieser Vorschlag sieht folgende Route vor:

  1. Radverkehr von der Stadt Richtung Grubweg/Hals erfolgt durch den stadtauswärts führenden Durchbruch, über die untere Ilzbrücke, am Ende der Ilzbrücke Überquerung der Obernzeller Straße mittels der dort befindlichen Fußgängerampel, Fahrt auf der nördlichen Seite der Obernzeller Straße bis zur oberen Ilzbrücke, Überquerung der Freyunger Straße mittels Fußgängerampel hin zur oberen Ilzbrücke, von dort zum Bschüttgelände.

  2. Der Radverkehr aus Grubweg/Hals Richtung Stadt soll wie bisher auf dem Gehweg entlang der Ferdinand Wagner Straße und durch den stadteinwärts führenden Durchbruch erfolgen.

Leider gibt es auf Grund der komplexen topographischen Lage tatsächlich keine Alternativroute zum Radtunnel, die den Radverkehr attraktiv gestalten könnte, ohne dem motorisierten Verkehr zu beeinträchtigen. Die Forderung nach einer Alternativroute im Text des Bürgerentscheids lag das Wunschdenken zu Grunde, dass es eine attraktive Alternativroute gebe, und diente lediglich dazu, die Ablehnung des Radtunnels zu erleichtern.

Die Route über die Obernzeller Straße ist umwegig und zeitaufwendig. Sie führt über eine Ampel und zwei Fußgängerüberwege über eine zweispurige Bundesstraße. Von der Hängebrücke bis zum Bschüttgelände benötigt der Radfahrer dazu circa 3 1/2 Minuten, rollt er mit dem motorisierten Verkehr mit benötigt er dazu nur circa 1 Minute.

Der Vorschlag von Heinz Jacob, dass sich die Radfahrer weiterhin den Gehweg durch den stadteinwärts führenden Durchbruch mit den Fußgängern teilen sollen, ist eigentlich nur den Radfahrern zumutbar, denen das Mitrollen mit dem Verkehr zu gefährlich ist. Wenn man über die gesamte vorgeschriebene Strecke das Fahrrad schiebt – und nicht nur an der engsten Stelle, wie Herr Jacob vorschlägt, was wegen der Unfallgefahr nicht zu verantworten ist, benötigt man dazu mit der Ewigkeits-Fußgängerampel an der Hängebrücke circa 6 1/2 Minuten. Radfahrer, die die Fahrbahn benutzen, benötigen dazu circa 45 Sekunden. Herrn Jacobs Begründung, das Schieben des Fahrrads an der engsten Stelle sei den „wenigen Radfahrern aus Grubweg und Hals“ deswegen zumutbar, weil an der Ampel an der Hängebrücke ohnehin gewartet werden müsse, ist unlogisch. Es bleibt dem Zufall überlassen, ob der schiebende Radfahrer die Grünphase gerade trifft oder gerade versäumt. Außerdem sind die nach Jacob „wenigen“ Radfahrer im stadteinwärts führenden Durchbruch eben nicht "wenig". Die letzte Zählung fand am 01.07.2014 von 7 – 20:00 Uhr statt. Das Ergebnis: 480 Radler und 666 Fußgänger. Herr Bernd Sluka vom VCD spricht sogar von 270 Radfahrern pro Stunde in Spitzenzeiten. Und es könnten mit den Pedelecs und E-bikes noch mehr werden.

In Zukunft wird es wohl so bleiben müssen, dass verkehrssichere Radfahrer die Fahrbahn benutzen, um Zeit zu sparen, während Radfahrer, die sich das nicht zutrauen, entweder ihr Rad durch den stadteinwärts führenden Durchbruch schieben oder den Umweg über die Obernzeller Straße in Kauf nehmen müssen. Immerhin hat sich die Situation im stadtauswärts führenden Durchbruch für die Radfahrer durch die Verbreiterung und damit die Befahrbarkeit des Gehwegs verbessert.

Klaus Schürzinger, 02.01.2017